Allgemein

Geburtstag auf Wolke 7: Fotostrecke, Kommentare und weiterführende Links zur Künstlerfeier an meinem 60. Geburtstag, 4. Juni 2018, bei Terry Swartzberg in München

Runde Geburtstage verleiten mich regelmäßig zum Kassensturz: Wo genau stehe ich an diesem Stichtag, in Bezug auf meine Pläne, Ziele, Überzeugungen und auf meine Gefühlswelt? Und wer steht an meiner Seite, beziehungsweise mir zur Seite? Nehme ich den aktuellen, sechzigsten Geburtstag zum Maßstab, fällt meine biografische Zwischenbilanz um so vieles besser aus, als mir selbst bislang bewusst war. Von der Zuneigung meiner Gäste fühlte ich mich regelrecht eingelullt, von vielen liebevollen Gesten, Zuwendungen, Worten und künstlerischen Darbietungen. Dass die Gästeliste sich fast ausschließlich aus künstlerischen WegbegleiterInnen und engen KooperationspartnerInnen unterschiedlichstem Datums zusammensetzte, spielte dabei für mich keine Rolle, denn in meinem Leben verlaufen die Grenzen zwischen künstlerischer, beziehungsweise kultureller Arbeitswelt und Privatleben seit Jahrzehnten fließend.

Glücklich – Gaby dos Santos am 60. Geburtstag. Links im Hintergrund Christiane von Nordenskjöld, Kustodin (Ateliermuseum) der Magda-Bittner-Simmet-Stiftung

Die prägnantesten Momentaufnahmen, festgehalten von mehreren Gästen, habe ich in nachstehender Fotostrecke zusammengestellt, kommentierjt und verlinkt, weil diese nicht nur eine schöne Erinnerung für mich – und hoffentlich für meine Gäste – darstellen, sondern auch widerspiegeln, wofür die Kulturplattform jourfixe-muenchen steht. Nachfolgendes Gruppenfoto zeigt zwar nicht alle der geladenen !80 Gästen, aber einen guten Querschnitt:

Kurz vor Beginn der Künstler-Session: HINTEN von links: Manuela Rosenkind (Illustratorin, Autorin „Mia Meilenstein„), Harry Rosenkind (Musik-Promoter, Schlagzeuger der Kultrockband „Sahara“), Elisabeth Sorger (Malerin, Sprecherin der MKG-Münchner Künstlergenossenschaft), Reiner Mauthe, Catherine Houdayer (Modeexpertin), Jörn Pfennig (Lyriker, Bestseller mit „Grundlos zärtlich“), ganz an der Wand Arno Baum (Musik-Booker, Bassist der Progressive-Rockband PROGNOSTIC) und ansatzweise zu sehen Piaistin Masako Ohta; MITTLERE REIHE im Sessel: Ulrike Keil (Musikwissenschaftlerin, Pressechefin von Musikerlebnis/Tonicale, musica femina münchen) mit Ehemann, Michaila Kühnemann (Film- und Radiomacherin RADIO MÜNCHEN, Kabarettistin, Liedermacherin), Peter Lang (Inhaber Artist Studio München, als Musiker Mitbegründer der ungarischen Kultbands Hungaria und Omega), Claudia Cane (Rockröhre), VORNE, neben mir, Christine Weissbarth (Schauspielerin, Moderatorin und Referentin bei der Hanns-Seidel-Stiftung) sowie, halbverdeckt, Cecilia Gagliardi (Sängerin, Gitarristin, Theater im Roßstall/Germering)

Die  Kulturplattform jourfixe-muenchen steht seit fast zwanzig Jahren für kulturelle und künstlerische Vielfalt, mit dem Ziel gegenseitiger Inspiration und der Bildung von Synergien. Diese Vielfalt spiegelte sich in der Geburtstagsfeier wieder: Die Künstler- und Kulturschaffenden des jourfixe sind unterschiedlichster Couleur, doch bilden Know How, Offenheit und Interesse gegenüber anderen Kunstformen, Freude an künstlerischen Synergien und multidisziplinären Projekten einen kittenden, gemeinsamen Nenner. Als Mitglied kann man sich bei uns nicht bewerben; statt dessen spreche ich gezielt Kunst- und Kulturschaffende an, die ich mir als Bereicherung unseres künstlerischen Pools erhoffe, zur Entwicklung gemeinsamer Projekte und gegenseitigen Unterstützung.

Gastgeber Terry Swartzberg, Journalist, PR-Fachmann und Vorsitzender von „Stolpersteine für München e.V.“ stellte mir für meine Geburtstagsfeier sein historisches Häuschen am Nockerberg zur Verfügung und ermöglichte so einen unvergesslichen Abend! Foto: Dirk Schiff (portraitiert.de)

Apropos gegenseitige Unterstützung: Eben mal sein ganzes Haus für die Feier zu meinem 60. Geburtstag zur Verfügung stellen – das macht ihm so schnell keiner nach und entspricht seinem Wesen: Für den Kosmopoliten Terry Swartzberg sind Aufgeschlossenheit, soziales Engagement (u.a. in seinen PR-Kampagnen) und phantasievoll gestaltete Lebensfreude zwei Seiten einer Medaille. Nach rund 25 Jahren als Korrespondent für die International Herald Tribune, gilt sein großes Engagement seit einigen Jahren dem Verein Stolpersteine für München e.V., dem er vorsteht und mit dem er aktuell ein großes Sommerfest vorbereitet, am Mittwoch, 20. Juni 2018, um 20 Uhr, bei freiem Eintritt im Jüdischen Museum München, mehr unter jourfixe-News. Und einmal mehr ist einfach jede/r herzlich willkommen! Ohne Anmeldung und bei freiem Eintritt.

„Gabys gute Geister“ nannte meine Freundin Edith Grube Reiner Mauthe, Marianne Niederkofler, Sigi Blässer und Jon Michael Winkler; Letzterer ist nicht nur mein enger Vertrauter sondern auch Erster Vorsitzender des jourfixe-Vereins. Für mich bedeuten die vier Menschen auf obigem Foto weit mehr als Mainzelmännchen! Mit ihnen ist in Teilen mein Leben verwoben. Fest steht aber auch, dass  ohne deren Hilfe diese Geburtstagsfeier gar nicht zu stemmen gewesen wäre. Der untere Bildteil zeigt einen Ausschnitt des üppigen Büffets: Alle Gäste waren gebeten worden, Speisen und Getränke anstelle von Geschenken mitzubringen. Foto: Stey

 

Geburtstagskind Gaby dos Santos führt Prof. Thomas Pekny, Intendant Komödie im Bayerischen Hof, durch Terry Swartzbergs historisches Domizil am Nockerberg, Foto: Oliver Stey

 

Theaterwelten: Angelica und Lili Fell, Geschäftsführung der inklusiven FBM-Freien Bühne München mit Thomas Pekny, Chef der Komödie im Bayerischen Hof; Foto: Dirk Schiff

 

Kommt Moses nicht zum Berg … Nachdem es im Winter wegen einer Endlosschlange nicht möglich gewesen war, das Rockmuseum im Olyimpiaturm zu erreichen, kam dessen Betreiber, Herbert Hauke eben zu uns. Neben ihm seine Frau Gabi, Tourbegleiterin und Assistentin von Sissi Perlinger; Foto: Schiff

 

Foto links: Die finnische Sängerin Tuija Komi im Gespräch mit musica-femina-Grafikerin Irmgard Voigt; Foto rechts: Claudia Strauch (Strauch Media) im Gespräch mit Behar Heinemann, links und  Petra Windisch de Lates (Vorstand Lebensbrücke e.V. und J.I.M.-Jazzmusiker Initiative München)

 

Foto links: Das Sänger-Ehepaar Maya und Charles Logan; Rechts schneide ich eine der Geburtstagstorten an, die mir Gäste gebacken haben, assistiert von Gabi Hauke, dahinter jourfixe-Gründungsmitglied Angelika Grimm (Sozialpädagogin); Foto: Elisabeth Sorger

 

V.l. Alexander Diepold (Madhouse), hat gerade in München den alljährlichen Gedenktag für die im Holocaust ermordeten Sinti und Roma durchgesetzt, daneben Eva Giesel, Litag Theaterverlag, rechts Uta Horstmann, Bundesverdienskreuzträgerin für ihr lebenslanges Engagement für Sinti & Roma, auf den Stufen Esthera und Artur Silber (Musik-Manager DownTown Studios,PR–Agentur Silberpfeil, Schlagzeuger, u.a. PROGNOSTIC)

 

Unter den Nazis wurden ihre Ethnien unter dem Sammelbegriff „Zigeuner“ verfolgt, doch hier ist Differenzierung angesagt: Von links: Oliver Stey, aus einer Zirkus- und Schausteller-Dynastie, der das größte Privatarchiv dazu führt, die schillernde Behar Heinemann, eine, wie sie es selbst formuliert „stolze Rom“ (Autorin und Kulturmanagerin) sowie der Sinto Alexander Diepold (Madhouse-Chef), dem München seit diesem Jahr einen festen Gedenktag für die verfolgten Sinti & Roma verdankt; Fotos: Dirk Schiff

 

Fotografin Anne Schiff – Mit ihr und ihrer Familie erlebe ich immer wieder kuschelige private Stunden; Rechts Stephanie Bachhuber (Bayer. Staatsoper) Am Vortrag meines Geburtstags feierten wir den 20. Jahrestag unserer Freundschaft! Fotos: Dirk Schiff

 

Geniales Geschenk von Naomi Isaacs (Institute for Charismology): Ein Kaleidoskop – zeitlose Freude! Links von ihr Reiner Mauthe, rechts Sänger Charles B. Logan, an der improvisierten Bar; Rechtes Bild: Ulrich Floßdorf, Traumatherapeuth etc. bei Alexander Diepolds Familienberatungsstelle Madhouse; Foto: Stey

 

Die finnische Sängerin Tuija Komi kam auf Krücken! Und verstand sich mit Gastgeber Terry Swartzberg offensichtlich prima. Für mich ist sie ein veritabler Sonnenschein, kann aber auch „traurig“ und sang später bei der Session à capella ein melancholisches finnisches Gänsehaut-Lied; Fotos: Dirk Schiff

 

Von links: Petra Windisch de Lates (Vorstand Lebensbrücke e.V. und J.I.M.-Jazzmusiker Initiative München), Kriminalautorin Sabine Vöhringer („Die Montez Juwelen„) Michaila Kühnemann, Radio München, Moderatorin, Filmemacherin, Kabarettistin, Musikerin, Foto/Ausschnitte von Oliver Stey

 

Blick von Terry Swarzbergs Terrasse in den Innenhof. Von vorne links: Dr. Ulrich Schäfert, Leiter Kunstpastoral der Erzdiözese,, Grafikerin/Illustratorin Elena Buono, Heidi und Peter Lang, Artist Studio und Kulturjournalistin Heidi Weidner; ganz re. Sängerin Tuija Komi; Foto: Oliver Stey

 

Totale des Innenhofs – Im Vordergrund zu sehen ist Regisseur Rüdiger Nüchtern, ganz hinten wird es Italienisch: An der Wand die Grafikerin und Illustratorin Elena Buono und vor Ihr die Sängerin und Kabarettistin Cecilia Gagliardi, die einer römischen Künstlerdynastie entstammt; Foto: Dirk Schiff

Links neben Musikerin Cecilia Gagliardi (Theater im Roßstall/Germerin) die japanische Pianistin Masako Ohta, bei der ich mich fragte, wie sie aus einem Keyboard in Schoß-Format derart perlende Klänge zu zaubern vermochte. Rechts Sängerin Linda Jo Rizzo, die kürzlich das Hippodrom zum Kochen brachte. Foto-Ausschnitte: Dirk Schiff

Höhepunkt der Feier waren sicherlich die Geburtstagsständchen der MusikerInnen unter den Gästen sowie ein eigens zu meinem Geburtstag getextetes Gedicht SIXTY SEXY GABY des Lyrikers Jörn Pfennig! Große Freude! …

Lyriker Jörn Pfennig, zwei Ausschnitte von Fotos von Dirk Schiff

Vorbemerkung:

Eines Deutschen Dichters Scheitern
ist für ihn und die Welt ein wahrer Graus.
Doch manchmal kann es beide auch erheitern –
probieren wir’s doch einfach mal aus:

Das Gedicht:

Der Deutsche Dichter muss ja nicht denken –
von dieser Pflicht hat sein Volk ihn befreit
um sie dem Deutschen Denker zu schenken
der sich immer schon sehr
aber seither noch mehr
schier unglaublicher Bedeutung erfreut.
(… mehr)

Stimmungsbild während der temperamentvollen Performance von Jazz-Sängerin Jenny Evans; rechts außen Hausherr Terry Swartzberg, neben ihm Jazz-Sänger Thomas de Lates, Foto: Oliver Stey

 

Zwei Momente der Performance von Jazz-Sängerin Jenny Evans: Ein peppiges Lied à capella und aus eigener Feder über die Vorzüge reifer Frauen; Jennys Auftritt berührte mich sehr, denn oft war ich früher in ihrem Jazz-Lokal Jenny’s Place zu Gast gewesen und hätte mir nie träumen lassen, sie einmal als Geburtstagsgast zu begrüßen … Foto-Ausschnitte: Dirk Schiff

 

Csaba Gal, Leiter des Künstlerkreises Kaleidoskop und Cecilia Gagliardi (‚Theater im Roßstall/Germering) singen „Bella Ciao“, das „House Of Rising Sun“ Italiens, Foto: Dirk Schiff

 

Mitwirkende an der Künstlersession: Jazz-Sänger Thomas de Lates und zwei der Musiker der Progressive-Rockband PROGNOSTIC: Keyborder Martin Stellmacher und Sänger Charles B. Logan

 

Vertraute aus wilden Zeiten: Journalistin Daniela Schwan (rechts neben mir). Links zu sehen ist Kabarettistin Karin Engelhard. Dahinter Klaus Onnich, Kurator MVG-Museums – Foto: Dirk Schiff

 

Ein schönes Portrait-Foto von Kulturjournalistin Daniela Schwan; Foto: Dirk Schiff (portraitiert.de)

 

Mit meinem alten Freund aus wilden Datscha-Zeiten, Zarko Mrdjanov, Gitarrist von Massel Tov, meiner Schwägerin Sigi und Heidi Lang vom Artist Studio, Foto: Dirk Schiff

 

Elisabeth Sorger, Malerin und Sprecherin der MKG – Münchner Künstlergenossenschaft, Martin Hubensteiner, Ausstellungsmacher der LV1871, Gaby dos Santos und Christine Weissbarth, Referentin/Moderatorin der Hanns-Seidel-Stiftung, Foto: Dirk Schiff

 

In der Mitte Claudia Weigel, (Parlamentarische Beraterin Hochschul- und Kulturpolitik, Fauenpolitik für die BayernSPD Landtagsfraktion), links Autorin Gunna Wendt, nach deren Biografie über Franziska zu Reventlow wir zur Zeit, gemeinsam mit Musikerin Michaela Dietl, eine Collage zum 100. Todestag produzieren

 

Renate Lettenbauer und Lising Pagenstecher, wie ich Mitglieder von musica femina münchen    und Rockröhre Claudia Cane, die später Janis Joplins „Mercedes Benz“ sang; Foto: Dirk Schiff

 

Meine Freundin Edith Grube, Tochter und Nichte der KZ-Überlebenden Werner und Ernst Grube; Aktivistin (Stolpersteine für München e.V.) und Verwaltungssupervisor bei Madhouse, mit ihrem Mann Robert; Links: Harry Rosenkind (Musikpromoter und Schlagzeuger der Kult-Rockband „Sahara„)

 

Meine Collage über Textdichter Bruno Balz brachte mich mit diesen beiden Herren zusammen: Mein Bühnenpartner Lutz Bembenneck (li) und der „Experte“ für die Talkrunde nach der Aufführung, Albert Knoll, Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau und Vorstand des Forums Homosexualität München,

 

Unsere beiden jourfixe-Fotografen einmal selbst vor der Linse von Oliver Stey: Links: Dirk Schiff/ portraitiert.de und rechts Bernd Sannwald, ein As in abstraktv wirkender Detail-Fotografie

 

Dieses Portrait von Naomi Isaacs fand Dirk Schiff (portraitiert.de) so ansprechend, dass er spontan beschloss, es in seine neue Herbst-Ausstellung „Münchner und Zuagroste“ einzubeziehen. Wie bereits seine erfolgreiche Ausstellung im Vorjahr mit Uschi Glas, „We are all the same“, findet die Vernissage im Hotel Le Méridien statt, diesmal zugunsten von Jutta Speidels HORIZONT e.V.

 

Es ist spät geworden … Christiane von Nordenskjöld, Kustodin (Ateliermuseum) der Magda-Bittner-Simmet-Stiftung im Gespräch mit Jon Michael Winkler;; Foto: Stey

 

Ein glückliches Geburtstagskind sagt: „Danke!“


Verzeichnis aller jourfixe–Blogbeiträge mit jew. Link

 

 

 

 

Advertisements
Standard
Allgemein

Zwischen „Europäischen Identitäten“ und nationaler Identität – Im Gespräch mit Dr. Roland Jerzewski, ESM

Anfang der 70er Jahre in den Dolomiten: Schülerinnen und Schüler Europäischer Schulen sind aus Brüssel, Luxemburg, Karlsruhe und Varese zu einem Ski-Urlaub angereist, indirekt gesponsert von Europäischen Forschungszentren und Institutionen, bei denen ihre Väter überproportional gut im Brot stehen, gemessen an den normalen Gehältern in den Herkunftsländern. Es ist schon später am Abend und man hat sich – nicht ganz erlaubterweise – in einem der Schlafräume zu einer kleinen Party zusammengefunden. Viel Kichern und Sprachengewirr, es wird geflirtet, sich gebalgt, Händchen gehalten, getan, was Teenager halt tun, nur in einem viel internationaleren Rahmen, den die Jugendlichen als vollkommen natürlich erleben, ebenso wie den reibungslosen Wechsel von einer Sprache in die andere. Europa lebt im Hier und Jetzt, bis es plötzlich ein zaghaftes Klopfen vernimmt, nicht an der Tür, sondern an einer der Wände. Nach und nach verstummen die Jungen und Mädchen, lauschen ein wenig ratlos, bis irgendjemand die Initiative ergreift und die Tür zu dem Raum öffnet, von dem aus man die Klopfzeichen vermutet. Überrascht blickt man in eine winzige Kammer mit nur einem Nachttisch und einem Stahlbett, auf dem zusammengekauert ein Junge sitzt, im selben Alter wie die Schülergruppe, aber ganz offensichtlich kein Hotelgast, sondern eine jugendliche Aushilfskraft. Bis heute habe ich diesen Jungen als irgendwie grau in Erinnerung und seine Kammer auch. Es bot sich uns, kurzum, das Bild einer grauen Realität, die uns fremd war, und auf die wir daher nur ebenso stumm wie hilflos zu blicken vermochten, bevor wir leise den Rückzug in den Schlafraum unserer Welt antraten. Uns allen war klar, dass sich dieser Junge aus Einsamkeit bemerkbar gemacht hatte, aber wir schlossen lieber rasch wieder die Tür zu seiner Wirklichkeit, weil sie uns überforderte.

Wir Europa-Schülerinnen und Schüler bekamen damals alle nur möglichen Rahmenbedingungen gestellt, um die Vision eines vereinten Europas schulisch zu leben, die Chance sie zu reflektieren bekamen wir jedoch nicht und bemerkten deshalb auch nicht die Glasglocke, unter der wir aufwuchsen, während sich irgendwo jenseits unzählige weitere Dienstbotenkammern befanden und mit den Jahren auch vermehrten. Die Fähigkeit, unsere Identität vor dem Background einer multikulturellen Erziehung nicht nur zu definieren, sondern auch in Bezug auf die Realitäten in anderen gesellschaftlichen Schichten und in anderen Ländern zu stellen, wurde uns nicht mit auf den Weg gegeben.

EU_Europaeische_Schule_Muenchen_Europaeische_Identitaeten_Roland_Jerzweski

Schüler_Innen der Europäischen Schule in München Neuperlach bei einer Veranstaltung; Quelle ESM 

Den Ansatz, den die Europäischen Schule München mit ihrem breit gefächerten Projekt „Europäische Identitäten“ – koordiniert von Dr. Roland Jerzewski – verfolgt, hätte ich mir daher für meine Schulzeit auch gewünscht. Während Europa gemeinhin als Auslauf-Modell wahrgenommen wird, findet im europäischen Mikrokosmos in Neuperlach tatsächlich ein europäisches Narrativ statt. mit der  Zielgebung: „Unsere lokale, regionale, nationale, europäische, aber auch weltanschauliche, ethnische, soziale, weibliche/männliche Identität auszuloten.“ Wie wünschenswert das ist, weiß ich nur zu gut aus meiner eigenen Lebenserfahrung als ehemalige Schülerin an der Europäischen Schule in Varese/Italien: Durch die internationale Struktur solcher Schulen fühlt man sich leicht mal  “ ‚zwischen den Stühlen‚ . Eine „nicht immer leicht definierbaren Identität könne Quelle von Zweifeln und Verunsicherung sein“,  so formuliert es die Projektdarstellung auf der Webseite der Schule. Und: „(…) gleichzeitig ist diese Polyvalenz aber auch eine große Chance in einer multipolaren, globalisierten Zukunft.“ Nicht zuletzt diesen Vorteil gilt es in der Wahrnehmung der Schüler_Innen nachhaltig herauszufiltern.

Dr. Roland Jerzweski mit Schüler_Innen auf Klassenfahrt nach Transsylvanien, März 2016

Dr. Roland Jerzewski mit Schüler_Innen auf Klassenfahrt nach Transsylvanien, März 2016

Das Projekt läuft dementsprechend auf ganz unterschiedlichen Ebenen ab, alle mit dem Ziel, die Schüler nicht nur zum Ausleben ihrer eigenen Identität zu ermutigen, sondern sie auch zu reflektieren und zwar über die Workshops im Klassenzimmer und in Gemeinschaftsausstellungen hinaus. So finden regelmäßig Klassenfahrten ins europäische Ausland statt, bei denen interkulturelle Begegnungen das Programm bestimmen, wie eine Reise nach Toledo, mit Spurensuche im historischen Schmelztiegel der drei großen Religionen sowie Schülerbegegnungen in einem dortigen, von muslimischen Migranten geprägten Gymnasium. Zur Wahrnehmung unseres multikulturellen Europas schweift der Blick von Schüler- und Lehrerschaft aber nicht nur ins Ausland ab. Ebenso richtete das Projekt „Europäische Identitäten“ einen Fokus aber auf die unmittelbare Nachbarschaft, zum Beispiel auf die vielen muslimischen Schüler_Innen im Viertel und besuchte beispielsweise einen Fußballclub, der 25 Nationen umfasst, sich aber auf Deutsch als Clubsprache verständigt hat. Auch das jüdische Leben in Fürth, gestern und heute, war  Thema und Ausflugsziel der Projektreihe. Ganz oben auf der Agenda findet sich natürlich die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Europäischen Institutionen, ihrer Geschichte und ihren Aufgaben, vornehmlich derer in Brüssel, das alljährlich ein Reiseziel der Politik-Oberstufenkurse ist.

2014 im Europäischen Parlament in Brüssel

Im Europäischen Parlament in Brüssel, 2014

Im Zentrum dieser Bildungsreisen stehen aber nicht so sehr Simulationsspiele zum Brüsseler EU-Betrieb, sondern unmittelbare Begegnungen mit Abgeordneten und Experten, mit denen die Schüler auf Augenhöhe diskutieren, zu einem thematisch festgelegten Schwerpunkt. Die gesammelten Eindrücke werden alsdann im Rahmen von Seminaren erweitert und vertieft. „Ich habe noch nie Schülerinnen und Schüler erlebt, die von einer solchen Fahrt nicht als Vollblut-Europäer zurückgekehrt wären„, so Jerzewski.

Autor und Übersetzer Ibon Zubiaur, lange Leiter des Instituto Cervantes München, präsentiert sein Buch "Wie man Baske wird" im Frühjahr 2015 an der Europäischen Schule

Autor und Übersetzer Ibon Zubiaur, lange Leiter des Instituto Cervantes München, präsentiert sein Buch „Wie man Baske wird“ im Frühjahr 2015 an der Europäischen Schule

Einen wichtigen Beitrag zu den „Europäischen Identitäten“ leisten Autoren, Künstler, Wissenschaftler sowie Politker_Innen, die auf Initiative von Dr. Jerzewski und seinen Kolleg_Innen die Schule besucht haben, unter ihnen veritable Paradiesvögel unserer multikulturellen europäischen Gesellschaft, wie der spanisch-baskische Ibon Zubiaur, vormals Leiter des Instituto Cervantes München, inzwischen erfolgreicher Autor und Übersetzer in Berlin. An der Europäischen Schule begegnete ich ihm erstmals, als er, der spanische Baske, ausgerechnet über die Situation von Literaten in der DDR referierte, festgemacht an den Schriftstellerinnen Brigitte Reimann und Irmtraud Morgner. Besonders spannend an seinem Vortrag fand ich, dass er dabei die literarische Fruchtbarkeit betonte, die sich häufig gerade in Ländern entwickelt, in denen die freie Meinungsäußerung eingeschränkt sei, ein Aspekt, der auch die Schüler_Innen veranlasste, den Gast mit Fragen zu bestürmen. Das selbe Phänomen wiederholte sich ein Jahr später, als Zubiaur an der Schule seinen ersten Erzähl-Essay „Wie man Baske wird„, vorstellte, auf den ich bereits in meinem Beitrag „Streifzug“ im vergangenen Jahr eingegangen bin. Dafür, dass Wissen mit Lässigkeit und Tiefe gleichermaßen angegangen werden kann, ist Zubiaur ein Haut-überzognenes Beispiel erster Güte und damit Garant für einige Kultur-Phobiker weniger in den nachwachsenden Generationen.

Roland Jerzewski mit Schriftsteller Peter Schneider (re.) 2014

Roland Jerzewski mit Schriftsteller Peter Schneider (re.) 2014

Auch Peter Schneidereiner der wichtigsten Vertreter der 68-er Literaten der Bundesrepublik und bis heute unverzichtbarer gesellschaftspolitischer Seismograph , war wiederholt Gast im Rahmen der Projektreihe. Ich erlebte ihn bei der Präsentation seiner Autobiografie „Die Lieben meiner Mutter“ als versierten Schriftsteller ebenso wie als Zeitzeugen, auf den auch das Fernsehen regelmäßig zurückgreift, wenn es gilt, Vorgänge aus der jüngeren Vergangenheit zu kommentieren.

Ganz nah an diese heran führte auch eine Veranstaltung mit Tilo Schabert, einem hochdekorierten Historiker, der als Erster Einblick in das Geheimarchiv des Elysée-Palastes zur deutschen Einheit erhielt und fesselnd über die Zweifel und Ängste zu berichten wusste, die Mitterand angesichts der bevorstehenden Wiedervereinigung befallen hatten und wie er sich von ihnen zu lösen verstand und sich dann zu einem überzeugten Befürworter eines starken Deutschlands in der Mitte Europas wandelte.

Das Info zur Aufführung der jourfixe-Collage "Genosse Rock'n Roll" über und mit Musiker Peter Lang

Das Info zur Aufführung der jourfixe-Collage „Genosse Rock’n Roll“ im Rahmen von „Europäische Identitäten“

Einblicke in ein Künstlerschicksal im „real existierenden Sozialismus“ Ungarns in den 6oer Jahren vermittelte unsere Kulturplattform jourfixe-muenchen mit „Genosse Rock’n Roll„, in der Musiker und Artist-Studio-Betreiber Peter Lang in Spracheinblendungen zu Bildcollagen seine Karriere Revue passieren lässt. Die begleitende Musik, gewissermaßen Soundtrack seiner Künstler-Vita, spielte er selbst live dazu ein. In einer Zigarettenpause der Aufführung sprach mich eine Schülerin an und berichtete, ihre Großmutter habe im Jugendpark in Budapest Peter Lang noch selbst auf der Bühne erlebt, was mir einen Eindruck davon vermittelte, wie bekannt Peter damals in Ungarn gewesen sein musste, als er mit seiner Band „Hungaria“ Erfolge feierte wie den Sieg in „Ungarn sucht den Superstar“, als Bohlen noch in denWindeln lag …

Die jourfixe-Collage "Chopin mit zwei Gitarren" 2010 an der ESM

Die jourfixe-Collage „Chopin mit zwei Gitarren“ 2010 an der ESM

Einen ungewollt lässigen künstlerischen Moment bescherte unser jourfixe-Team dem jugendlichen Publikum bei der Aufführung von „Chopin mit zwei Gitarren„. Gerade trug ich einen Zeitzeugenbericht über die letzten Momente in Chopins Leben vor, dramatische Spannung in der Stimme, ab und an ein Gitarrenakkord, als Jon Michael Winklers Handy im Furioso-Modus zu klingeln begann. Leider befand es sich in Jons Manteltasche hinter der Bühne; keine Chance, es auszuschalten. Während die Lehrer zu unserem Glück ganz automatisch davon ausgingen, dass sich das Corpus delicti unter den Schülern befinden müsse, hatten diese längst den Standort des Handys geortet und lachten sich krumm …

Ende letzten Jahres habe ich schließlich den Münchner Regisseur Rüdiger Nüchtern zu einer Filmmatinée an die ESM vermittelt, über die Dr. Jerzewski in Folge ausführlich selbst berichtete: „Im Rahmen des Identitätsprojekts wird die ESM immer stärker zur Filmakademie: Auftakt am Europatag 2012 mit Dominik Graf und seinem Klassiker „München – Geheimnisse einer Stadt“,

2015 – ebenfalls am Europatag – Uraufführung des an unserer Schule gedrehten FWU-Lehrfilms „Die Entstehung der Europäischen Union“  von und mit dem Dokumentarfilmer Johannes Rosenstein

und als Weihnachts-Premiere 2015 Rüdiger Nüchterns gerade als DVD neu aufgelegter Kultfilm „Nacht der Wölfe“, eine deutsch-türkische West-Side-Story der 80er Jahre.

Der Jugendbandenkrieg zwischen „Revengers“ (Rächern) und „Kenli Kartal“ (Weißer Adler), zwischen deutschen Rockern und türkischen Newcomern in München-Haidhausen kann kaum aktueller sein, thematisiert der Film doch mit der ebenso aggressiven wie sentimental-tragischen Konfrontation zweier rivalisierender Gruppen allegorisch ein Leitmotiv unseres Hier und Jetzt: Wandel durch Migration. Gestern waren es die anatolischen Gastarbeiter, heute sind es die syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge, also nach wie vor überwiegend Muslime.

Gaby dos Santos vor dem Filmplakat von Rüdiger Nüchterns "Nacht der Wölfe, ESM im Dezember 2015

Gaby dos Santos vor dem Plakat von Rüdiger Nüchterns „Nacht der Wölfe“, ESM im Dezember 2015

Die 200 ESM-Oberstufenschüler (der Film ist „besonders wertvoll“, aber erst ab 16!) müssen sich zunächst einmal auf eine Filmerzählung einlassen, die – obgleich rasant genug – analoges Kino bietet und nicht sekundensequenzgewohnte Sehnerven bedient. Aber die aufgebaute Spannung kommt durchaus rüber, wird verstanden und anschließend leidenschaftlich diskutiert, denn Regisseur und Hauptdarsteller stellen sich 35 Jahre nach den Dreharbeiten unseren Schülern zur Diskussion. Rüdiger Nüchtern erläutert sein damaliges Filmkonzept, bestätigt die Vermutung der Schüler, die Story sei keine platte Reality Show, sondern eine Verknüpfung von Wirklichkeit und Fiktion, also „Dichtung und Wahrheit“. Aber nur so werde die Realität zur Kenntlichkeit entstellt, so oder ähnlich krass seien damals Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und „Zugereisten“ abgelaufen und die heutige Flüchtlingskrise lasse sich damit durchaus vergleichen. Seinerzeit haben wir Gastarbeiter gerufen und Menschen sind gekommen, jetzt kommen Menschen in Not, ohne dass wir sie ausdrücklich gerufen hätten.

35 Jahre nach den Dreharbeiten seines Spielfilms "Nacht der Wölfe" Podiumsdiskussion mit Schüler_Innen der ESM. Neben ihm sein damaliger Hauptdarsteller Ali Arkadas

Regisseur Rüdiger Nüchtern, 35 Jahre nach den Dreharbeiten seines Spielfilms „Nacht der Wölfe“, nach einer Vorführung der DVD-Neufassung mit Schüler_Innen der ESM. Neben ihm Hauptdarsteller Ali Arkadas

Interessanterweise konzentrieren sich die Schüler mit ihren Fragen aber auf Ali Arkadas, den türkischen Hauptdarsteller, der im Film tragisch ums Leben kommt, aber „in echt“ eine Ausbildung zum Lackierermeister absolviert und als er als Gastarbeiterkind keine Stelle findet, seinen eigenen Betrieb gründet, der bis heute funktioniert und floriert. Seine Antworten auf die Fragen nach der Botschaft des Korans und dem Bild der Frau sind ebenso einfach wie menschenfreundlich und führen gern bediente beidseitige Fremdheitsmuster ad absurdum. Dabei werden keineswegs alle Fragen geklärt oder Skepsis angesichts der neuen Herausforderungen unter den Teppich gekehrt. Aber: So neu und fremd wirkt das Thema „Migration und Flüchtlinge“ nach der Veranstaltung dann doch nicht mehr und das ist auch gut so, finden alle Beteiligten“.

Als ehemalige Europa-Schülerin und Kooperationspartnerin via jourfixe-muenchen bin ich – wie gesagt – des öfteren in den Genuss einer Veranstaltung aus der Reihe „Europäische Identitäten“ gekommen und so wurde ich während meines Gesprächs mit Roland Jerzewski ein wenig wehmütig, denn er, der Initiator und Leiter dieser Projektreihe tritt im Herbst in den Ruhestand.

Am 6.5. zu Gast in der ESM: Gesine Schwan; Foto: SPD-Bundesparteitag 2015, Foto: Olaf Kosinsky

Am 6.5.2016 zu Gast in der ESM: Gesine Schwan; Foto O. Kosinsky

Zuvor wartet er aber noch mit einem ganz besonderen Gast auf: Die SPD-Politikerin und Osteuropa-Expertin Gesine Schwan wird zu und mit den Schüler_Innen sprechen, ein weiterer Höhepunkt der „Europäischen Identitäten“, gerade jetzt, wo das Thema „Polen“ uns Generationen übergreifend beschäftigt.

Und danach? Hoffentlich übernimmt eine/r der Kolleg_Innen, die schon in den vergangenen Jahren dem Projekt ihre Unterstützung mit Rat und Tat haben zukommen lassen, das Ruder! Sicher stellt die Reihe nur einen Tropfen auf dem heißen Stein dar, was den aktuellen Diskurs zur Zukunft der EU anbelangt, aber, um im Bild zu bleiben, aus Tropfen bilden sich mitunter Ströme und gar Ozeane …

Roland_Jerzewski_2016_Portrait_-jourfixe-Blog

Dr. Roland Jerzewski, Projekt-Koordinator der ESM bis Herbst 2016

Jerzewski zieht ein skeptisches Fazit: „Wir wähnten uns schon auf den Weg in einen europäischen Bundesstaat, mit so vielfältigen Regionen wie Katalonien oder Schottland und sehen uns jetzt Sperrgittern gegenüber, vor allem seitens jener relativ neuen Mitgliedern der EU, von denen man sich positive neue Impulse erwartet hatte, als sie euphorisch unter das Schutzdach der europäischen Gemeinschaft gedrängt waren. Und nun führen sie unter anderem ins Feld, sie hätten selbst noch nie längerfristig ihre nationale Identität ausleben können. Das ist ein Europa verschiedener Geschwindigkeiten geworden.“

Aber auch die Versäumnisse seitens der EU-Kernstaaten kamen bei unserer Unterhaltung zur Sprache: Jahrzehntelange Saturiertheit durch unsere Lebensverhältnisse hätten uns lethargisch und unempfindlich für die geschichtlich einmalige Leistung eines Vereinigten Europas werden lassen, so Jerzewski.

Hinzu kommen, denke ich, 70 Jahre Frieden in weiten Teilen Europas, die die Schrecken eines Krieges offensichtlich beunruhigend abstrakt haben werden lassen, trotz der Jugoslawien-Kriege und der Ukraine-Krise vor unserer europäischen Haustür …

In der Europäischen Schule München

In der Europäischen Schule München Quelle: ESM-Homeage

Die Jugend dürfe dem europäischen Gedanken nicht verloren gehen, warnt Jerzewski eindringlich am Ende unseres Interviews.

Wer die Jugend für sich gewinne, der gewinne auch die Zukunft und die dürfe nicht rückwärtsgewandten Populisten überlassen werden.


Übersicht der wichtigsten Gäste und Kooperationspartner_Innen der Projektreihe „Europäische Identitäten
Vita von Dr. Roland Jerzewski, Projektkoordinator an der ESM – Europäische Schule München


Zum Verzeichnis aller Blogs mit jeweiligem Link

Standard