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1918/19 – 2018/19 Women Vote Peace – HERHISTORY complementing History: Ein europäisches Frauenprojekt, ab 28./29. November 2018

Zürich 1919: Während Sieger und Besiegte in Versailles jene fatalen Weichen stellten, die in den Zweiten Weltkrieg führen sollte, blieb eine Abordnung des anderen Teils der Gesellschaft, also der Frauen, nicht untätig. Gerade hatten Frauen in einigen europäischen Staaten das Wahlrecht erhalten und einige von ihnen bereits zuvor, 1915, die erste transnationale Friedenskonferenz von Frauen in Den Haag organisiert, aus der die bis heute aktive IFFF – Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit hervorging. Nun also, 1919, trafen sie sich in der Schweiz, um politische Ziele zu formulieren, die von nachhaltiger Wirkung unter anderem für die UNO sein würden. Dennoch ist dieses Kapitel politisch-emanzipatorischer Pionierarbeit weitestgehend unbekannt geblieben, in der damals noch männlich geprägten Gesellschaftsordnung.

Foto der internationelen Frauenkonferenz von 1919 in Zürich; Quelle IFFF/Wilpf

Genau 100 Jahre später schickt sich die heutige Generation der IFFF in Europa an, gemeinsam mit weiteren Frauenverbänden, diesen frühen Polit-Aktivistinnen ein zeitgeschichtliches Profil zu verleihen, unter dem Motto „HERSTORY complementing history“. Das geschieht im Rahmen einer zweijährigen Veranstaltungsreihe in wechselnden Städten Europas, in denen – mit aktuellem Bezug zu den 2019 bevorstehenden Europa-Wahlen – auch der Frage nachgegangen wird, was sich in Bezug auf die Emanzipation in Europa seither getan – oder eben auch noch nicht getan – hat. Ungebrochen dabei, heute, wie vor 100 Jahren, der Anspruch der IFFFWoman Vote Peace / Frauen wählen Frieden …


Den Auftakt bildet ein zweitägiges Seminar in München:
MI, 28.11., 14.00 – 18.00 Uhr

Pianistin Jane Knieper beim Auftakt-Seminar von Women Vote Peace, 28./29.11 2018

und 19.30 Uhr (Abendveranstaltung mit musikalischer Umrahmung von Pianistin Jane Knieper und einer Saxophonistin)
Do. 29.11., 10.00 – 17.00 Uhr ,
im Bayern Forum der Friedrich–Ebert–Stiftung, in der Herzog–Wilhelm–Straße 1
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich: obermayer@wilpf.de oder Telefon NR. (089) 93 2392

Women Vote Peace – Frauen wählen Frieden
Europäisches Seminar mit einer öffentlichen Abendveranstaltung:
Teilnehmerinnen aus Deutschland, Polen, England und Österreich vergleichen unterschiedliche Entstehungsprozesse des Frauenwahlrechts 1918/1919 in ihren Ländern und beleuchten Auswirkungen und Umsetzung für Gleichberechtigung und Partizipation.
Seminar in englischer Sprache

Presseinfo
Veranstalterin > IFFF –Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit

Über die einzelnen Veranstaltungen und Breaking News zur Veranstaltungsreihe 2018/19 wird regelmäßig berichtet werden.


Zum Thema siehe auch den Beitrag: Eine kleine Chronik zum Frauenwahlrecht

ZDF heute/Facebook, Bild-Quelle: Bundestag


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Blicke über den Tellerrand auf neue Kooperationen: Kulturforum München West in Pasing und die „Färberin“ bei Murnau, mit Swissical und Chihuahua-Blues-Company, jetzt auch „Sonntags um drei“

Ein bekanntes Phänomen: Bei uns Kunstschaffenden konzentriert sich oft jegliches Denken und Fühlen – und überhaupt alle Wahrnehmung – auf die eigene Kreativität. Man kreist nonstop um sich selbst und räumt sich keine keine Zeit für einen Blick über den kulturellen Tellerrand ein. Verständlich, oft aber auch kontraproduktiv, bietet doch gerade die Auseinandersetzung mit der Außenwelt dringend benötigte neue Impulse – und den einen oder anderen Anhaltspunkt zur Verbesserung der eigenen Arbeiten, vor allem dann, wenn diese aus dem Schaffensprozess von Kolleg*Innen stammen. Aus diesem Grund habe ich vor nunmehr fast 5 Jahren begonnen, Blicke über unsere Kulturplattform jourfixe-muenchen hinaus zu werfen, indem ich mir die Zeit stehle, externe Veranstaltungen zu besuchen, mich detaillierter mit der Arbeit von anderen Kunst- und Kulturschaffenden auseinandersetze und in Social-Media-Posts sowie im jourfixeblog.wordpress.com darüber berichte. Dieser Entschluss fordert mir die Bereitschaft ab, hin und wieder freiwillig meine Kreativ-Klausur zu verlassen, um einige Stunden der Kunst anderer zu widmen und hat mir inzwischen die farbigsten Jahre meiner gesamten kulturellen Vita beschert!

Als wie fruchtbar sich allein schon ein Abstecher zur Veranstaltung eines Kollegen erweisen kann, durfte ich kürzlich, im Rahmen eines Blueskonzertes erfahren, den der unermüdliche Norbert – Bertl – Seitz im (neuen) Alten Wirt in Moosach veranstaltet hatte, eine Mundart-Rock-Blues-Swing-Nacht, frei nach dem Motto „Bayerisch (Wolfgang Weise) trifft Schwizerdütsch“ in Gestalt der FÄRBERIN.

Norbert Seitz‘ Lichtanlage verlieh dem Veranstaltungssaal im (neuen) Alten Wirt in Moosach eine stimmungsvolle Atmosphäre. Links Liedpoet Wolfgang Weise, in der Mitte, als Glanzlicht des Abends, wörtlich ebenso wie sinnbildlich, Sylvia Richard-Färber, alias DIE FÄRBERIN; 14.9.2018

Es war ein schwüler Freitag Abend im September und der Biergarten des Lokals leider voller, als die Bühne, was auch daran lag, dass der Bauer – respektive das Münchner Publikum – nicht unbedingt „frisst“, was es nicht kennt, eine dem Programmüberangebot einer Großstadt geschuldete Saturiertheit, die Gastspiele problematisch gestaltet, wenn sie nicht unter einem Label oder im Rahmen eines Festivals erfolgen. Die 30 bis 40 Zuschauer*Innen jedoch, die den Weg in den Veranstaltungssaal gefunden hatten, genossen sichtlich den Abend, was großteils der Performance von Sylvia Richard Färber geschuldet war. Die gelernte Opernsängerin bestach nicht nur gesanglich sondern auch mit beachtlichem Sprachwitz bei ihren Moderationen, bei denen sie reichlich Unterhaltsames aus dem Vergleich zwischen Deutsch und Schwizerdütsch präsentierte, sehr zur Freude der Schweizer Kulturkonsulin, die höchst persönlich und mit mehrköpfiger Begleitung erschienen war, um ihre Eidgenossin live on stage zu erleben! Mit angereist zum Auftritt war auch eine Abordnung der Färber’schen Tierschar; Chihuahuas, Namensgeber der aktuellen Band um Sylvia, „The Chihuahua Blues Company“ verfolgten in Mannschaftsstärke, aber lärmgeschützt, aus sicherer Entfernung, ebenfalls, doch eher schläfrig, das Geschehen …

Der Blick über diesen kulturellen Tellerrand hat sich gelohnt: Swizerdütsches in Bild und Ton bietet die gelernte Opernsängerin und Percussionistin Silvia Richard Färber, mit ihrer „Chihuahua Blues Company“ und in ihren Swissical-Einlagen. Rechts hält sie ein deutsch/schweizerischer Wörterbuch! Zudem ist sie Autorin und Malerin.

Eine Blues singende, malende Opernsängerin mit schweizerdeutsch/deutschem Wörterbuch!, die Lyrik schreibt, das Swissical erfunden hat und zwar nah bei München, aber in einem anderen Einzugsgebiet lebt und arbeitet, bereichert inzwischen schon das Künstlernetzwerk unseres Vereines.

Aktuell startet Sylvia Richard-Färber wieder ihre Reihe Sonntags um drei in Oberhausen. Den Münchner Kolleg*Innen, denen ein Sonntag-Susflug vorschwebt, kann ich nur raten, sich mit Sylvia wegen eines Gast-Auftritts in Verbindung zu setzen und ihren kleinen Kunst-Kosmos bei Murnau zu besuchen. Selbiges hoffe auch ich, in allernächster Zeit, nachholen zu können 😉


 

Einen weiteren Blick über den Tellerrand habe ich vor einiger Zeit in München-Pasing geworfen, als ich zu Gast bei einem der Kulturstammtische war, den das KULTURFORUM MÜNCHEN-WEST regelmäßig für Mitglieder ebenso wie für allgemeines Publikum – nach Anmeldung – ausrichtet. Der nächste Kulturstammtisch findet übrigens am Mittwoch, den 28. November um 19.30 Uhr statt, zu Gast Tobias Melle, Musiker & Fotograf: Da hören die Augen mit! Gäste willkommen, Eintritt frei, im Hofbräu Obermenzing, Verdistr. 125 Ecke Grandlstr. Bus 160 ab Bhf. Pasing Nordseite, Halt Wöhlerstr. >Details

Was Pasing für mich als Kunst- und Kulturschaffende so interessant macht, ist die Tatsache, dass es sich, was das Publikum anbelangt, um ein eigenständiges Einzugsgebiet handelt, aber innerhalb einer Viertelstunde von München aus zu erreichen ist. Diesen Bonus bemerkte ich bereits bei der Aufführung von Kann denn Liebe Sünde sein? – Bruno Balz in der Pasinger Fabrik, als uns viel und vor allem ganz neues Publikum besuchte. Auch die Landeshauptstadt München engagiert sich vor ihren Toren, nicht nur in der Pasinger Fabrik, sondern auch mit dem Pasinger Ebenböckhaus. Die Villa bietet Raum für ein Artists-in-Residence Programm, sowie, in den Sommermonaten, für ein Veranstaltungsprogramm in Park und Erdgeschoss.

Mit Ulrike Turner, stellvertretende Vorsitzende beim Kulturstammtisch im September 2018

Attraktiv für Publikum wie Künstler*Innen sind zudem das breit gefächerte und zugleich anspruchsvolle Kulturangebot des Forum München West sowie ein offensichtlich vielseitig interessiertes Publikum, wie ich bei meinem Stammtisch-„Engagement“ feststellen durfte. Anregende Gespräche, Kultur-Affinität und herzerwärmende Gastfreundschaft, fasste ich im Nachgang für mich zusammen; keine Selbstverständlichkeit! Als Künstler*In rechnet man vielmehr bei Auftritten in neuem Umfeld zunächst einmal mit allem möglichen, auf einer Skala von „kurios“ bis „inakzeptabel“.

Für mich stand bezüglich des Kulturstammtisches in München-Pasing danach jedenfalls fest, dass dieser Besuch nicht mein letzter sein würde … Zugleich schlug ich einen kooperativen Austausch ab 2019 vor, was unseren jourfixe-Mitgliedern Kontakt- und Anlaufmöglichkeiten über München hinaus bietet und dem Kulturforum München West eine (PR)Plattform nach München hin.

Im September 2018 zu Gast beim Kulturstammtisch mit Naomi S. Isaacs; Fotografin: Barbara Bacher

Die Aktivitäten dieses Kulturvereins umfassen jedoch weit mehr, als den Kulturstammtisch mit seinen wechselnden Gästen und fordern großen Respekt ein, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie seit über 15 Jahren von Ehrenamtlichen geplant, organisiert und durchgeführt werden! Was für ein Aufwand hinter solcherart Engagement steckt, vermag nur zu erahnen, wer sich selbst einmal als Veranstalter*In versucht hat.

Einen Veranstaltungsschwerpunkt dieser Kultur-Initiative bilden die Kammermusik in Pasing und die Rathaus-Ausstellungen. Bei letzteren handelt es sich in der Regel um Exponate Bildender Künstler*Innen, aktuell jedoch um die zeitgeschichtliche Retrospektive VOR 100 JAHREN: DIE REVOLUTION IN PASING – 1918/19.

Notgeld der Stadt Pasing, 1918. Quelle Pasinger Archiv e.V., von mir übernommen aus der Programmübersicht des KULTURFORUM MÜNCHEN-WEST

Diese  Ausstellung läuft vom 8. November 2018 bis 7. Mai 2019 im Pasinger Rathaus, im Foyer, begleitet von einer Reihe unterschiedlichster Programme, wie z. B. einer KRIMI-LESUNG:  (MO, 26.11. 18 Uhr) mit Kriminal-Autor Robert Hültner: „Kajetan und die Sache Koslowski“ in der Stadtbibliothek, Bäckerstr. 9, Eintritt 8 € , für Mitglieder 5 €.

Ein weiterer Programmpunkt in dieser Reihe ist eine LESUNG ZU H.F.S. BACHMAIER, am Montag 3. Dezember 2018, um 19.30 Uhr: Franz Adam und Thomas Betz lesen Texte von bzw. über den Pasinger „Revolutionsschriftsteller und Verleger“ H. F. S. Bachmair im Ebenböckhaus, Ebenböckstr. 11, Eintritt 8 € , für Mitglieder 5 €

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MO, 3.12.18/20 Uhr: Weihnachtsspektakel im Künstlerkreis Kaleidoskop, Wirtshaus am Hart, Conférence: Csaba Gál

HoHoHo! Am Montag, den 3. Dezember 2018 lädt der traditionsreiche „Künstlerkreis Kaleidoskop“ zur alljährlichen Weinhnachtsausgabe, bei freiem Eintritt, ins Wirtshaus am Hart (Sudetendeutsche Str. 40, 5 Gehminuten von der U2). Einlass ist um 18 Uhr, Programmbeginn um 20 Uhr.

Juni 2016: Nach einem Auftritt im Kaleidoskop von li: Kabarettist André Hartmann, Gaby dos Santos, Sängerin Linda Jo Rizzo, Autorin Sabine Brandl, Liedermacherin Edeltraut Rey und Chanson-Poet Csaba Gál

Gegründet bereits Mitte der 1980er Jahre von den beiden Schriftstellern Werner Schlierf und Bernhard Ganter, lässt sich der Künstlerkreis Kaleidoskop aus der Münchner Künstlerszene nicht mehr wegdenken. (Siehe dazu auch im jourfixeblog.wordpress.com den Beitrag > „Wo bitte geht’s zu Buch und Bühne?

Im Kaleidoskop zeigt sich regelmäßig und bei freiem Eintritt ein Querschnitt dessen, was die Freie Künstlerszene Münchens jeweils aktuell in petto hat: Ganz große Kleinkunst, neue Acts, Newcomer mit viel Potential sowie auch mal geniale Flops. Die Mischung aus Publikum sowie Künstler*Innen unterschiedlichster Couleur vor und auf der Bühne, aus Talent und Kuriositäten, „macht’s“, bietet den Kunstschaffenden Raum, sich und ihre neuesten Darbietungen entspannt  vor Publikum und im Kreis von Kolleg*Innen anzutesten und daraus kreative Anregungen zu schöpfen, zumal alle Künstler*Innen, ob arriviert oder Newcomer, einander hier auf Augenhöhe begegnen. Die Zuschauer*Innen wiederum erwartet bei jedem Besuch eine Wundertüte voller kreativer Überraschungen.
Charmant moderiert werden die Abende von Csaba Gál, seit mehr als 10 Jahren engagierter Leiter dieses Künstlerkreises. Doch der „Ungar in München“ führt nicht nur durch das Programm, sondern setzt als Chanson-Poet mit Stimme und Gitarre selbst musikalische Akzente. Darüber hinaus hat er sich als Autor, Komponist und Musikpädagoge etabliert.
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Inzwischen assistiert ihm, am Mischpult ebenso, wie auf der Bühne, Manfred Abholzer – Da Mane – seines Zeichens Kabarettist, Schauspieler und baiuwarisches Unikum! Gestartet als Techniker bei den Kaleidoskop-Abenden, erobert Da Mane inzwischen aber auch solo, die deutschsprachigen Kleinkunstbühnen. Den Darsteller zeichnet große Wandlungsfähigkeit aus, die vom filigranen Spiel bis hin zum deftig Bairischen reicht und so regelmäßig beim Publikum mit unerwarteten Wendungen punktet. Das wiederum belegt, was für nachhaltige Impulse solcherart Künstlerkreise zu setzen imstande sind.
„Wir sind Wir“ > Csaba Gál & Manfred Abholzer
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Zur Weihnachtsausgabe 2018 zu Gast:
 
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Ute Bronder Autorin, Schauspielerin, Sprecherin
Seit 1992 arbeitet Ute Bronder als Autorin u. A. für Film und Fernsehen. Zu ihrem Repertoire gehören Kurzgeschichten, Songwriting, Synchronbücher, Comedy, Slapstick Moderationen, Lyrik und so einiges mehr. Momentan schreibt sie an ihrem ersten Roman.
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Robespierre  (Franz Mang) – Songwriter 
Mit dem Londoner LinkFM Preis und dem Kaleidoskop-Teller 2017 ausgezeichneter Songwriter, stellt er zusammen mit Janina Dietz und seinem Keyborder und Mitproduzenten Tobias Wendl einige Songs aus dem brandneuen Robespierre Album „Throw The Dice“ vor! Er war 27-mal Finalist in  internationalen sowie US-Songwriter Wettbewerben, landete in London einen No. 1 Hit und hielt sich insgesamt 13 Wochen an der Spitze der Hörercharts auf Radio RBB 88.8. Bislang hat er 7 Studio-Alben aufgenommen.
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Horst Eberl – Liedermacher
Mit spitzer Zunge und flottem Gitarrenspiel, nimmt er nicht nur sich selbst, sondern auch den ganz normalen Alltag und mit diesem verbundene Probleme auf die Schippe. Grandios versteht er es den Spiegel vorzuhalten oder auch mal zum Querdenken anzuregen. So entpuppen sich seine Shows für die Zuschauer*Innen als Begegnung mit ihrem Alter Ego.
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Csaba Gál verewigt von Kaleidoskop-Mitglied und Fotokünstler Bertl Jost

Auch meine eigenen ersten Schritte in die Welt von Kunst und Kultur führten 1992 über den Künstlerkreis Kaleidoskop, wo ich beeindruckt und mit tellergroßen Augen verfolgte, wie Autoren aus „echten“ (verlegten) Büchern lasen und Sängerinnen auftraten, die einen ganzen Club zu füllen imstande waren! Festgehalten finden sich diese Reminiszenzen, gemeinsam mit einem Rückblick von Kaleidoskop-Mitbegründer Bernhard Ganter im Beitrag > „Wo bitte geht’s zu Buch und Bühne? 😉


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jourfixe-News vom 17.18.11: Artrock mit PROGNOSTIC im Rockmuseum / Gunna Wendt liest aus „Erika & Therese“, Im SALON-LiteraturVerlag „Plötzliche Hunde“ von Tania Rupel Tera, TV-Clip zur Vernissage von Dirk Schiff

Andreas Gabalier vs. Prognostic am 17.11.18 im Münchner Olympiapark. Er in der OlyHalle, wir im OlyTurm. Für die Programmgestaltung haben wir uns mit ihm abgestimmt: Er spielt nix von Genesis und wir verzichten dafür auf Hulapalu 🤗verspricht unser jourfixe-Mitglied Artur Silber, seines Zeichens Musik/PR–Manager, Mit-Inhaber der Downtown-Studios und Herzblut-Schlagzeuger, aktuell bei der Progressive Rock Band Prognostic, bei dessen Welturaufführung in unplugged-Variante ich die Ehre hatte, letzten Dezember anwesend zu sein …

Nachdem Lead-Sänger Charles Logan überraschend in seine Heimat USA zurück gekehrt ist, um sich um seine betagten Eltern zu kümmern, wartet die Band (Keyboards: Martin Stellmacher auf dem Foto in der Mitte und Bass: Arno Baum, rechts ) bei bei diesem Konzert gleich mit drei Gast-Vocals auf: Präsentiert Artrock forever mit Rockröhre CLAUDIA CANE, PETER GIELGEN und GEORG KLEESATTEL. Komplexe Kompositionen wie „Tarkus“ von Emerson, Lake & Palmer wechseln sich ab mit Songs u.a. von Genesis, Yes, David Bowie, Peter Gabriel und Jethro Tull.

SA, 17.11., um 20:00 Uhr Rockmuseum im Olympiaturm
Karten: € 22;– inkl. Auffahrt auf den Olympiaturm NUR ÜBER  München Ticket


SO, 18.11., um 11 Uhr  im KIM Kino im Einstein, Einsteinstr. 42

Gunna Wendt liest aus ihrem Buch „Erika und Therese. Erika Mann und Therese Giehse – Eine Liebe zwischen Kunst und Krieg“: Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Erika Mann, talentierte Tochter Thomas Manns, und Therese Giehse, beliebte Theaterschauspielerin. Als sie sich kennenlernten, waren beide bereits etabliert und wagten kurz darauf dennoch einen Neubeginn: Am 1. Januar 1933 gründeten sie das politische Kabarett »Die Pfeffermühle«. Erika verfasste die Szenen, in denen Therese brillierte. Doch schon zwei Monate später mussten die beiden Frauen, die nicht nur das gemeinsame Projekt, sondern auch eine problematische Liebesbeziehung verband, ins Schweizer Exil, bis ihre Wege sich 1937 schließlich trennten. Gunna Wendt verarbeitet diese Schicksalsjahre zweier ungleicher Frauen zu einem einmaligen Doppelporträt, das Tabus und Traumata einer Generation nicht ausspart. (Quelle: Piper Verlag)


Literarisch weiter geht es mit einer Meldung von Franz Westner – SALON LiteraturVerlag, zur Buch-Neuerscheinung unseres jourfixe-Mitglieds, der Malerin und Autorin Tania Rupel Tera: „Plötzliche Hunde“:

52 Prosageschichten – Erzählungen, Motive, Impressionen. Und immer geht es um den Menschen, die Liebe, Träume und die Reise nach Innen. „Plötzliche Hunde“ ist ein Buch voller Überraschungen. Sie alle führen den Leser unverhofft in menschliche Höhen und Tiefen, in allem lauern Erfüllung und Abgrund dicht nebeneinander. Warum? Weil der Minotaurus vermutlich der Alltag ist? Tera schreibt ihre Literatur wie ein Jazzmusiker seine Songs – sie moduliert Motive, Geschehnisse, hebt Szenarien wie Soli heraus, nuanciert mit Wortspielen und schafft zwischen den hellen und dunklen Tönen des Lebens Raum für Interpretationen. Natürlich gibt es auch in den „Plötzlichen Hunden“ wieder Bilder und Zeichnungen der Autorin und Malerin!

Neugierig geworden? Dann einfach beim Verlag zum Subskriptionspreis von 15 EUR (regulär 21 EUR) – anfordern: bestellen@salonline.de
(In Kürze auch bei Ihrem Buchhändler und allen Online-Händlern erhältlich).

Die Buch-Präsentation im Literaturhaus am 22.11. musste leider aus familiären Gründen abgesagt werden – aber die „Plötzlichen Hunde“ lassen sich davon nicht abschrecken! Gestern stürmten sie ins Büro, machten es sich auf der Heizung bequem und warten nun auf fachkundige, verspielte und neugierige Frauchen und Herrchen … 😉  (Siehe obiges Foto)


Virtuelle „Nachlese“ der Red-Carpet-Vernissage 2018 „Münchner & Zuogroaste“ von Fotograf Dirk Schiff/portraitiert.de  im Hotel Le Meridien Munich zugunsten von Jutta Speidels Verein HORIZONT e.V. auf TV-München >


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„Warnung für die Zukunft“ … Zu den T4-Morden und der Verlegung von 32 weiteren Stolpersteinen in München

Ich weiß nicht, ob ich ihn gemocht hätte, sagte Margareta Flygt am Ende einer bewegenden Ansprache, aber Opfer sind auch nicht dazu da, um Heilige zu sein. So oder so – er hätte das Recht zu leben gehabt. Diese Worte galten Dr. Anton Braun, dem der erste Stolperstein der großen Münchner Verlegung am 12. November 2018 gewidmet war. Um der Verlegung für ihren ermordeten Angehörigen beizuwohnen, war Margareta von weit her, aus Malmö/Schweden angereist. Sie schilderte in einer sehr persönlichen Rede, wie sie selbst in der Schule, auf Grund ihrer deutschen Wurzeln, als „Nazi-Schwein“ beschimpft wurde, obgleich ihre Familiengeschichte die von Opfern des Nationalsozialismus ist.

Margareta Flygt aus Malmö mit dem Stolperstein für Dr. Anton Braun, 1910 – 1940

Dennoch sprach auch sie ein Verhalten an, das ich leider ebenfalls immer wieder beobachte, ein (unwillkürliches) Bewerten von Opfern, als gäbe es solche erster und solche zweiter Klasse. In Margaretas Familie sei lieber über den Großvater gesprochen worden, der aus politischen Gründen von den Nationalsozialisten verfolgt worden sei, oder über das Schicksal des jüdischen Onkels, als über den Tod im Gas des Cousins, denn dieser zählte zu den Opfern der sogenannten T4-Aktion, eine nach 1945 gebräuchlich gewordene Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und  seelischen Behinderungen im Dritten Reich, unter Leitung der Zentraldienststelle T4, Abkürzung für Tiergartenstr. 4, in Berlin. (> MEHR)

Der Stolperstein für Dr. Anton Braun, verlegt von Bildhauer Gunter Demnig am 12.11.2018 in der Franziskaner Str. 41, in München-Haidhausen

Wie ich, lebte Anton Braun in Haidhausen, wurde 1910, sozusagen drei Ecken von mir entfernt, in der Schornstraße 1 geboren und promovierte als Chemiker. Möglicherweise ausgelöst durch den Prüfungsstress, erkrankte er mit 28 Jahren an Schizophrenie und wurde mehrfach in die psychiatrische Anstalt Eglfing-Haar eingeliefert. Vermutet wird auch, dass eine homosexuelle Orientierung erschwerend (nach NS-Maßstäben) hinzu kam. (Hierzu s. im jourfixeblog.wordpress.com den Beitrag > Rosa Winkel)

Schloss Harteim, heute Gedenkstätte, Quelle

Es folgten mehrere Einweisungen in die Psychiatrie – mit ihren damals brutalen „Heilmethoden“. In Folge wurde Braun einer Zwangssterilisation unterzogen und schließlich, am 24. Oktober 1940, nach Schloss Hartheim überstellt. Für Anton Braun bedeutete das die „Endstation“ seines Lebens, mit gerade 30 Jahren … denn noch am selben Tag kam er dort zu Tode. Der Familie wurde als Ursache eine Sepsis angegeben, erläuterte Prof. Michael von Cranach. Der Mediziner (…) hat wesentliches zur Aufarbeitung der Psychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus geleistet und ist bei seinen Forschungen auch auf die Krankenakte von Anton Braun gestoßen, neben dessen Name sich vielsagend der Stempel „arbeitet nicht!“ befand.

Transportbus für die Invaliden nach Schloss Hartheim; Quelle

Die rigorose Entsorgung aller Menschen, die der Allgemeinheit nicht (länger) dienlich sind … Ein Horrorszenario auch für mich persönlich, da ich wegen meiner psychosomatischen Beschwerden schon seit 2014 Frührente (+ HartzIV) beziehe. Und doch gelingt es mir, mich auf vielfältige Weise in die Gesellschaft einzubringen. Dr. Braun hätte das möglicherweise auch gekonnt, wenn er nur eine Chance dazu erhalten hätte. Inklusion als Chance nicht nur für die Betroffenen, sondern ebenso für die Gesellschaft zu begreifen, sehe ich als einen vielversprechenden Ansatz, der ausgebaut und vor allem behütet sein will: In seiner Rede zeigte sich Professor von Cranach erschüttert über den Umstand, dass nicht etwa eine Auswahl finsterer NS-Doktoren hinter der T4-Aktion gestanden sei, sondern schlichtweg die honorige ärztliche Elite jener Zeit! Bei T4  habe es sich um Höhepunkt und Umsetzung einer Diskussion gehandelt, die bereits seit der Jahrhundertwende in Gang gewesen sei, bezüglich des Umgangs mit „lebensunwerten“ Elementen in der Gesellschaft. Das nationalsozialistische Regime habe lediglich dem sogenannten „Gnadentod“ (Welch zynischer Euphemismus!) endgültig die Tür aufgestoßen. Professor von Cranach schloss mit dem Appell, dass die Kenntnis der Vergangenheit noch aktiver in die Gegenwart getragen werden müsse, als Warnung für die Zukunft!

Momentaufnahme der Rede von Professor Michael von Cranach, ganz links im Bild

Vor diesem Hintergrund, beziehungsweise in diesem Zusammenhang irritiert mich sehr, dass die Münchner Abendzeitung noch am selben Tag, in einem Artikel von Myriam Siegert Wieder Debatte um Stolpersteine, einmal mehr die deutsch-israelische Fotografin und vehemente Stolperstein-Gegnerin Gabriela Meros zu Wort kommen lässt: Meine Mutter fragt immer wieder: Warum verstehen es die anderen nicht, dass uns (jüdische Bürger*Innen) das verletzt?“, sagt Gabriella Meros. Eine Frage, die München seit langem umtreibt. „Was haben die Stolpersteine bisher gebracht?“, fragt sie. „Der Antisemitismus steigt.“ (> MEHR)

Den Sinn der Stolpersteine unmittelbar der Bekämpfung des aktuellen Antisemtismus zuzuordnen, empfinde ich als einseitige, da aus dem Gesamt-Kontext gerissene Betrachtung.

Aktivistin Edith Grube mit ihrem Stolpersteine-für-München-Anstecker, den sie nie ablegt

Vielmehr stellen doch die Stolpersteine eine von den Nachkommen freiwillig gewählte Form – unter mehreren Möglichkeiten – des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus dar und zwar gleichermaßen für ALLE OPFERGRUPPEN! Nun ist ja gerade über die sogenannten „Euthanasie-Programme“ noch vergleichsweise wenig bekannt, so dass für mich die Konfrontation mit dieser Thematik, zum Auftakt der Stolperstein-Verlegungen vom 12.11.2018, eine wichtige neue Erfahrung bedeutet hat, sowohl von der menschlichen Tragik, wie auch von der medizinisch historischen Seite her. Davon zeugt für mich von nun an der Stolperstein für Dr. Anton Braun, in der Franziskaner Str. 41, in München-Haidhausen.

Dr. Monika Offenberger, Vorstandsmitglied „Stolpersteine für München“

Verlegt wurden diesmal insgesamt 32 Stolpersteine, so viele, wie nie zuvor in München – und auch diesmal eigenhändig von ihrem Schöpfer, dem Bildhauer Gunter Demnig, der die Stolpersteine als ein Kunstprojekt für Europa konzipiert hat. Federführend bei den Münchner Verlegungen, so auch diesmal, ist der Verein Stolpersteine für München. Dieser Initiative steht der Journalist, Aktivist und PR-Fachmann Terry Swartzberg vor, der zwei zielführende Voraussetzungen in den Verein einbrachte: Ausgiebiges PR-Know How und – noch wichtiger: Leidenschaft für die Sache, wie er selbst bekundet.

„Der Mr. Stolperstein aus München“ nannte ihn Deutschland Radio Kultur schon 2015 – Terry Swartzberg, mit der Politikerin Claudia Stamm, Gründungsvorsitzende der Partei MUT

Dass die Anzahl (!90 aktuell) der in München verlegten Stolpersteine stetig wächst, erklärt sich aus der pfiffigen Lösung, die der Verein gefunden hat: Die Stolpersteine werden so platziert, dass sie sich gerade noch auf privatem Grund befinden, aber dennoch, so betonte auch Stolpersteine-München Vorstand Dr. Monika Offenberger in ihrer Ansprache, öffentlich gut sichtbar liegen. > Mehr zu den Standorten in ganz München. Hinzu kommt, dass sich erfreulicherweise immer mehr Hauseigentümer*Innen zur Verlegung von Stolpersteinen auf ihrem Grund bereit finden.

Bildhauer Gunter Demnig hat fast alle der inzwischen 70.000 Stolpersteine europaweit eigenhändig verlegt

Mehr zu den Verlegungen vom 12. November 2018 findet sich aktuell auf der Homepage des Vereins Stolpersteine für München e.V., unter > „NEWS“


Presse/Medien:


Weitere Beiträge zum Thema „Stolpersteine in München“ im jourfixeblog.wordpress.com:

–   Stolpersteine auch in München
–   Terry Swartzbergs Steine des Anstosses
–   Die Liebe zu ihrer Mutter kostete sie das Leben!

sowie ein Beitrag zum neu gegründeten Verein Bürgerbegehren für Stolpersteine auf öffentlichem Grund in München e.V., dem die aktuelle Kompromisslösung, Stolpersteine auf privatem Grund zu verlegen, nicht weit genug greift: > Auch Heilige liegen am Boden


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jourfixe-News: „Starke Frauen“ Festkonzert unter Schirmherrschaft von Dr. Angela Merkel

Ein nachdrückliches Zeichen hinsichtlich der Forderung nach Gleichstellung von Frauen in der Musik setzt das Festkonzert „Starke Frauen“ in der Münchner Philharmonie, am 11.11./19 Uhr, aus Anlass von „100 Jahren Wahlrecht für Frauen“ mit dem Frauenorchester „Europamusicale“, unter der Leitung der estnischen Dirigentin Kristiina Poska (s. Titelbild) und mit Lauma Skride als Klaviersolistin. „Europamusicale“ steht in einer feministischen Traditionslinie: Vor mehr als hundert Jahren wurde bereits dazu aufgerufen, Frauenorchester zu gründen, da große Orchester keine Frauen einstellten, schreibt dazu die Neue Musikzeitung in der Ausg.: 11/2018: „Vom Ende der Unsichtbarkeit“

Lauma Skride, Klaviersolistin beim Festkonzert „Starke Frauen“ in der Münchner Philharmonie, 11. November 2018

Starke Frauen in der Musik hat es immer gegeben, allen Widerständen zum Trotz, ergänzt der veranstaltende Müchener Konzertverein e.V. Als vor ca. 100 Jahren ernsthaft aufgerufen wurde Frauenorchester zu gründen, war es eine Verzweiflungstat, da Musikerinnen zwar in den Musikhochschulen ausgebildet wurden, aber die Orchester keine Frauen einstellten. Hundert Jahre später, 1997 brachen die Wiener Philharmoniker nach weltweitem Protest ihre Tradition als reiner Männerverein öffentlich aufzutreten. Ihre Frauenquote lag 2006 bei 0,86 %. Auch die Berliner Philharmoniker, die 1982 erstmals Madeleine Caruzzo als erste Geige aufnahmen, hatten ein Jahr später mit der Klarinettistin Sabine Meyer ihren Skandal im Kampf um die Geschlechtergleichheit. Ähnliche Formen der Diskriminierung fanden in fast allen hoch bezahlten Orchestern statt. 
Heute sieht die Situation für Frauen deutlich besser aus, aber von Gleichberechtigung kann noch lange keine Rede sein wie die Studie des Deutschen Kulturrats mit Unterstützung von Staatsministerin Prof. Monika Grütters aus dem Jahr 2016 dokumentiert. (MEHR)

Über die noch immer unbefriedigende Situation der Frauen in der Musikwelt habe ich schon des öfteren hingewiesen, u.a. in meinem Beitrag „Die feminine Saite“, in Kooperation mit dem Verein mfm musica femina münchen, der sich dem Andenken früherer und der Förderung aktueller Komponistinnen und Dirigentinnen widmet. Neben dieser Basisarbeit bietet ein Festkonzert wie „Starke Frauen“ jene Art hochkarätiger Plattform in der breiten Öffentlichkeit, die für eine nachhaltige Förderung von „Frauen in der Musik“ unverzichtbar ist:

So steht das Konzert unter Schirmherrschaft der deutschen Bundeskanzlerin und das Grußwort spricht die Bayer. Staatsministerin Kerstin Schreyer, MdL. Auch das Festkomitee ist glänzend besetzt, mit: Prof. Susanne Porsche (Vorsitzende), Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Prof. Dr. med. Marion Kiechle sowie Regine Sixt

Ergänzend zum Konzert interviewt W-Plan (ein Magazin der SZ) vor dem Konzert um 18.15 Uhr die Dirigentin Silvia Caduff, die erste GMD in Deutschland (Solingen).


Sonntag, 11. November 2018, 19 Uhr Philharmonie im Gasteig/München

„Starke Frauen“ – Festkonzert anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland, unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Europamusicale Frauenorchester
Lauma Skride, Klavier
Kristiina Poska, Leitung
Sofia Gubaidulina (*1931) „Märchenpoem“ („Fairytale Poem“) für Orchester (1971)
Clara Schumann (1819-1896)  Klavierkonzert Nr. 1 op. 7 a-Moll (1835)
Emilie Mayer (1812-1883)  Symphonie Nr. 5 f-Moll (1862)

Karten: € 30;– bis € 62;–
München Ticket
oder
www.konzert–verein.de


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„Münchner & Zuagroaste“ – Vorschau auf die Red Carpet Vernissage 2018 von Fotograf Dirk Schiff

Mosaikartig kristallisiert sich aus den Portraits und Stadt-Ansichten von Fotograf Dirk Schiff jenes Flair heraus, das die bayerische Landeshauptstadt und deren Bewohner charakterisiert: Eine aussterbende, aber noch einflussreiche Gruppe lupenreiner Münchner Urgesteine, wie die ehemalige Prominentenwirtin, Schauspielerin und Autorin Toni Netzle oder Großbuchhändlerin Nina Hugendubel, zu denen sich Zuagroaste in wachsender Überzahl und unterschiedlichster Couleur gesellen, ob nun Tresenfürst Charles Schumann oder Serienhauptdarsteller Sebastian Fischer (Sturm der Liebe), Unternehmer und Nobelgalerist Dirk Kronsbein oder Fußball-Legende Lothar Matthäus, Influencer*Innen wie Alexandra Polzin und internationale Leinwandhelden, wie Mario Adorf.

Dieses Portrait von Gunna Wendt stammt aus dem Fotoshooting 2018 in der Monacensia, dem „literarischen Gedächtnis der Stadt“. Auf Gunnas Biografie beruht mein Historical „Franziska zu Reventlow – Zum 100. Todestag“.

Beispielhaft für die enge Bindung einer aus dem Hohen Norden Zuagroasten zu ihrer Wahlheimatstadt München ist die Schriftstellerin Gunna Wendt, in deren Biografien sich eine Reihe Schwabinger Legenden so lebensnah verewigt finden, dass sie dafür mit dem Schwabinger Kunstpreis auszgezeichnet wurde. Ein Foto für Peymann Amin, Ex-Juror von Germany’s Next Topmodel hielt Dirk Schiff auch bereit – und selbstredend 😉 für mich, als Leiterin der Kulturplattform jourfixe-muenchen, der Dirk angehört.

Ansicht des Nymphenburger Schlosses in München; Foto Dirk Schiff

Womit wir beim Stichwort „Seilschaften“ angelangt wären, die hier besonders gut funktionieren, zumal die Stadtgesellschaft, obgleich aus einem Mix kontrastierender Charaktere zusammen gewürfelt, sich eines gemeinsamen Nenners erfreut: Dem des allgemeinen Selbstverständnisses „mia san mia“ – wer oder was auch immer … Man feiert und inszeniert sich gerne und oft, anhand eines barocken Lebensstils, der den nahen Süden erahnen lässt …

Wies’n Madl Anne Schiff, Ehefrau des Künstlers, Oktoberfest 2018

Dabei kleidet man das Münchnerische mitunter neu ein, buchstäblich bei den fantasievollen Oktoberfest-Outfits, die mit Tracht wenig, mit Zuckerguss umso mehr zu tun haben, zur großen Freude von Designern und Betrachtern, hinreißend festgehalten in einem Foto, das Anne Schiff, ironisch verschämt, in einem pinkfarbenen Dirndl dominiert. Die Biotope intellektueller Askese vertritt in dieser München-Ausstellung Rainer Langhans, 68-er Ikone und Ex-Bewohner des RTL Dschungel-Camps. Der US-amerikanische Jude Terry Swartzberg engagiert sich derweil für die Verlegung von Stolpersteinen in München und für Bürgerrechte, während Jutta Speidel sich seit Jahren für obdachlose Mütter einsetzt. An ihre Verein HORIZONT e.V. geht daher auch ein Teil des Erlöses der Fotos. Dirk Schiff schreibt dazu auf der Homepage von portraitiert.deDie Schauspielerin Jutta Speidel habe ich bereits für meine erste Fotoausstellung We are all the same! portraitiert. Daraus ist eine tolle Zusammenarbeit entstanden. Ich konnte Einblicke in die wundervolle Vereinsarbeit von Frau Speidel gewinnen und habe mich dazu entschlossen, HORIZONT e. V. mit meiner Ausstellung zu unterstützen. Sie können jetzt bereits Fotos der Ausstellung in unserem Shop erwerben. Mit jedem Kauf spenden Sie 25 Prozent des Kaufpreises an HORIZONT e.V.

Im Pressetext des veranstaltenden Hotels Le Méridien München heißt es entsprechend: Die Münchner verbindet seit jeher ein besonderes Verhältnis zu Vielfalt, zu Engagement – und vor allem auch zu ihren Neu-Münchnern. „Das haben wir in bewegender Form 2015 erlebt, als die Stadt tausende Flüchtlinge willkommen hieß“, so der Fotokünstler Dirk Schiff. Bereits im letzten Jahr sendete er mit den 80 Porträts von Prominenten, Flüchtlingen und Menschen von nebenan, im Rahmen von We are all the same! – Wir sind alle gleich! eine eindrucksvolle Botschaft über den Wert von Offenheit in unserer Gesellschaft.

Geben und Nehmen bei der Kulturplattform jourfixe-muenchen: Mitglied Franz Westner​, Kulturmanager und Verleger (SALON LiteraturVerlag) verbrachte seinen Feiertag bei den Vorbereitungen zu Dirks Ausstellung 2018 im Showroom des Le Méridien zu helfen.

Den Musikteil des Abends bestreiten der Sänger und Schauspieler Ben Blaskovic, (sein Portrait ist links auf dem Foto zu sehen) mit Songs seines aktuellen Albums Those who dig  sowie Tuija Komi, bekannt aus The Voice of Germany und kürzlich von der Süddeutschen Zeitung als echte finnische Jazz-Diva bezeichnet. Sie wird Titel ihrer neuen CD Land Of The Midnight Sun vorstellen.

Bei beiden Musikern handelt es sich natürlich um Künstler, für die Dirk Schiff in seiner Ausstellung ebenfalls „ein Foto hatte“.

Theresa Klamert, Schauspielerin

„Mich interessieren die Geschichten, die hinter den Gesichtern von Menschen stecken.“ erläutert Dirk Schiff auf seiner Homepage. Und einmal mehr ist es ihm gelungen, diese hinter den ausdrucksstarken Portraits durchschimmern zu lassen. Auch der Stadt selbst begegnet man in dieser Ausstellung, eingefangen in Momentaufnahmen, die durch ungewöhnliche Details und Perspektiven bestechen.

Inzwischen hängen die Bilder, hier eine kleine Foto-Dokumentation:

Geschafft! Die erste  Die erste Wand mit Bildern von Wahl/Münchnern für die Red-Carpet-Vernissage 2018 von jourfixe-Mitglied, Fotokünstler Dirk Schiff steht im großzügigen Showroom des Hotels Le Méridien München 

Geschafft! Die erste Wand mit jener Auswahl an Münchnern & Zuagroasten, die Dirk Schiff für seine diesjährigeRed-Carpet-Vernissage zusammengestellt hat:  Beispielsweise der „Stadtschreiber“ – jawohl, München gönnt sich so etwas nach wie vor  Andriano Riegerhof, Filmlegende Mario Adorf oder auch der vielseitige jourfixe-Künstler Albrecht von Weech, oben rechts im Bühnen-Outfit zu sehen. bei einem Shooting zu „Kann denn Liebe Sünde sein? Bruno Balz“, ein Historical, in dem Albrecht die UFA-Hits von Zarah Leander & Co. singt. Die Aufführung findet übrigens 2 Tage nach Dirks Vernissage, also am 7.11./19.30 Uhr, in der Pasinger Fabrik statt …


Dirk Schiffs Vernissage Münchner & Zuagroaste findet am Montag, 5. November, um 19 Uhr statt, wie immer im Hotel Le Méridien München.


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