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Sherpas – ein wunder Nabel im Wohlstandsbauch des Everest Tourismus

Betrachtungen und ergänzende Fakten zum Dokumentarfilm „Sherpas – Das Beben am Dach der Welt“ von Gábor Halász, Erstausstrahlung D/2015 (13.09./21.45 Uhr/Phoenix)

„Der Everest ist zu einem Spielplatz der Reichen verkommen“, äußert Sherpa Jamling Tenzing Norgay  im Dokumentarfilm  und fügt hinzu: „Das hätte meinem Vater nicht gefallen!“ Jamling gehört dem Volk der Sherpas an und ist der Sohn des legendären  Tenzing Norgay, der 1953, zusammen mit Edmund Hillary, als erster Mensch den Everest bestieg.

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Jamling Tenzing Norgay

Die damalige Erstbesteigung war von einem symbiotischen Miteinander und Respekt geprägt. Entsprechend weigerte sich Hillary bis zu seinem Tod zu verraten, wer von beiden tatsächlich als erster seinen Fuß auf den Gipfel gesetzt hatte. Damals haben zwei großartige Bergsteiger gemeinsam eine historische Leistung vollbracht. Dass seitdem der höchste Gipfel der Welt für passionierte, ernsthafte Bergsteiger ein Traumziel darstellte und immer darstellen wird, leuchtet mir ein und dagegen lässt sich auch nichts einwenden. Aber die Entwicklung, die der Everest-Tourismus in den letzten Jahrzehnten genommen hat, empfinde ich als ebenso erschütternd wie beschämend, denn sie geht recht einseitig zu Lasten einer weniger privilegierten Volksgemeinschaft – den Sherpas!

Müllkippe am Everst, nur eine der ökologischen Probleme im Kielwasser des wachsenden Himalaya-Tourismus

Müllkippe am Everst, nur eines der ökologischen Probleme im Kielwasser des wachsenden Himalaya-Tourismus …

Sogenannte „Dritte-Welt-Völker“ leben – und leiden – so weit entfernt vom Dunstkreis unserer Wahrnehmung, dass uns oft nicht bewusst ist, wo und inwiefern wir gefordert wären, mit Hilfestellung aber auch und vor allem in Bezug auf Rücksichtnahme und verantwortlicheres Handeln.
Fragwürdige Reduzierung und Verniedlichung eines Volkes ...

Fragwürdige Reduzierung und Verniedlichung eines Volkes …

Die Lebenssituation der Sherpas im Nepal ist exemplarisch für diese Problematik. Bei meinen Recherchen habe ich sie sogar zu Comics reduziert und verniedlicht entdeckt. In «Sherpas – Das Beben am Dach der Welt» beklagt eine Sherpa-Ärztin genau diesen Umstand, sinngemäss: „Als wären wir nur dienstwillige Lastenträger …“ Überhaupt beamte mich die TV-Dokumentation von Gábor Halász auf Phoenix tief hinein in sehr unterschiedliche Lebensumstände, Glücksmomente und Tragödien, Träume und Errungenschaften dieses Volkes. Bei dem Film habe ich durch die Augen des Autors auf die Sherpas blicken und mit ihnen fühlen dürfen. Solcherart für das Thema sensibilisiert, habe ich noch einiges nachrecherchiert und für diesen Blog zusammen getragen …

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Auf der Suche nach dem Gipfel-Kick: Boomender Bergtourismmus im Himalaya

Etwas über fünfzig Jahre nach der Erstbesteigung ist der Gipfelsturm des Everest zu einer Hauptattraktion des Abenteuer-Tourismus verkommen. Nicht die körperliche Verfassung und bergsteigerisches Know How sind maßgebend für die Teilnahme an einer Everest-Expedition, sondern der Umfang des Geldbeutels! Heutzutage hieven die Sherpas unzureichend vorbereitete Möchtegern-Abenteurer buchstäblich den Berg hinauf und wieder hinunter.  Zugegeben, gegen Unvernunft und Oberflächlichkeit war noch nie ein Kraut gewachsen, und die Sherpas leben von diesem Abenteuer-Tourismus. Aber die finanzielle Abhängigkeit der Sherpas rechtfertigt keinesfalls die Auswüchse, die der Everest-Tourismus im Lauf der letzten Jahrzehnte entwickelt hat. Vielen Einheimischen bleibt ja gar keine Wahl, als sich auf diese halsbrecherischen Gipfelstürme einzulassen, für die die Expeditionsteilnehmer bis zu 65.000,- Euro und mehr zahlen!

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Hochbetrieb am Everest 2013, 50 Jahre nach der Erstbesteigung

2014 schreibt Christoph Hein in der FAZ: ‚Die Expeditionen auf den Mount Everest zählen zu den größten Umsatzbringern Nepals‘, so ein Vertreter des dortigen Tourismus-Ministeriums. Pro Jahr soll das Bergland Schätzungen nach zwischen 4 und 9 Millionen Dollar durch die Everest-Besteigungen einnehmen. Das ist viel Geld für das politisch zerrissene Land, in dem der Tourismus seit Jahren leidet. Perfekte Werbung für das Reiseland Nepal sind auch Fernsehbilder und Gipfelfotos, die von den Bergsteigern nach Hause gebracht werden – denn das Erreichen der Spitze ist immer noch einen Zeitungsartikel im Heimatland des Kletterers wert.“

Everest-Gipfel_jourfixe-Blog_Gaby_dos_SantosDa stellt sich mir beim Lesen die Frage, mit welchem Recht sich dekadente Wohlstandsbürger mit Gipfel-Lorbeeren schmücken, die sie sich gar nicht selbst verdient haben? Denn ihr Triumph am Berg gebührt doch in Wahrheit den Sherpas und ist für mich somit eine Mogelpackung, die in der Heimat nicht auch noch einer Würdigung durch die Medien bedürfte.

Christoph Hein veröffentlicht in seinem FAZ Artikel folgende Daten: Die Sherpa erhalten bis zu 2000 Dollar für ihre Unterstützung in Eis und Schnee, dürfen oft auch ihre Ausrüstung behalten. So hart und gefährlich ihr Job ist, sind sie mit einem solchen Einkommen privilegiert in einem Land, in dem gut 30 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze leben.

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Fremde Lasten tragen … ein Sherpa im Himalaya

Ein fragwürdiges Privileg, aus dem Elend geboren. Ich finde, dass jede(r) mit seinem Leben spielen soll, wie er/sie möchte, vorausgesetzt, diese Art Russischen Rouletts beschränkt sich auf die eigene Person. In diesem Fall aber setzen Amateure durch mangelnde körperliche Eignung und Erfahrung auch das Leben der Sherpas für schlappe 2.000,- $ mit aufs Spiel. Und kommt es bei einem Touristen zu Unfall oder gar Tod,  so bedarf es mehr als eines Dutzend Sherpas, um den Verunglückten – wiederum unter Einsatz des Lebens – zu bergen. Und so sehr die tödlichen Unglücke ausländischer Bergsteiger weltweit für Schlagzeilen sorgen, so lautlos geht zumeist in der internationalen Wahrnehmung der Tod von Sherpas unter. Ein Sterben zweiter Klasse? Dazu passt auch, dass bei Unglücksfällen die Bergung und medizinische Versorgung der Ausländer Vorrang haben, wie ein Sherpa im Film beklagt. Als Begründung fügt er mit resigniertem Unterton hinzu: „Es sind halt die Fremden, die das Geld bringen …

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Sherpas bei einer Routensicherung

Inzwischen haben hochbetagte Kletterer, Blinde, Einbeinige, Pubertierende und zahlreiche Hobby-Bergsteiger sich dieser für sie unkalkulierbaren Gefahr ausgesetzt und damit auch jedesmal die sie begleitenden Sherpas, ohne deren Hilfestellung  eine solche Besteigung gar nicht möglich gewesen wäre. Nota bene: Es sind die Sherpas, die stets den Vortrupp einer Expedition bilden, die Zwischenlager mit allem Notwendigen ausstatten, die Routen sichern. Um die Umgebung auf die oftmals unerfahrenen aber gut zahlenden Hobby-Bergsteiger einzustellen, wird der Berg von Veranstaltern immer mehr mit Seilen und Leitern für einen möglichst mühelosen Aufstieg präpariert. Und es sind auch die Sherpas, die den Großteil des Gepäcks der Expeditionsteilnehmer tragen.Sherpa_jourfixe-Blog_Gaby_dos_Santos

Alles wird für die zahlenden Gäste unter Lebensgefahr eingerichtet, denn ein Großteil der Expedition spielt sich in der sogenannten Todeszone ab, in der die Temperatur auf minus 60 Grad fallen kann und der Sauerstoffgehalt der Luft nur noch ein Drittel des Meeresspiegelniveaus beträgt. Als Tummelplatz für gelangweilte Wohlstandsbürger hat die Schöpfung diese Gegend mit Sicherheit nicht konzipiert. Eine Nummer kleiner, in Form anregender Himalaya-Trekkings täte es doch auch, wäre der nepalesischen Wirtschaft ebenso förderlich, ohne Menschenleben zu kosten. Aber die Realität bleibt eine andere:

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Bergung eines der vielen Opfer, die die Everest-Besteigungen immer wieder fordern …

Auch diese Saison forderte bereits mehr als eine Handvoll Todesopfer bei dem Versuch, den 8848 Meter hohen Everest zu besteigen, darunter auch zwei Deutsche. So viele, wie seit langem nicht mehr. Das Problem: Da immer mehr Ungeübte den Aufstieg wagen, scheitern auch mehr an den harten Bedingungen am Berg.

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Everest – Basislager

Einen verstörenden Einblick in die Vermarktung des Everest und ihre tragischen Folgen bietet John Krakauers Dokumentation „In eisige Höhen“, über ein schweres Unglück am Everest 1996, das bis heute an trauriger Aktualität nichts eingebüßt hat.  Damals gerieten zwei kommerziell angelegte Expeditionen bei der Gipfelbesteigung in eines der häufigen, unvermittelt auftretenden lokalen Unwetter. Zuvor war der vorgeschriebene späteste Zeitpunkt der Umkehr in fahrlässiger Weise ignoriert worden, um auch dem letzten, untrainierten Expeditionsteilnehmer sein teuer bezahltes Erfolgserlebnis auf dem Gipfel zu ermöglichen. Hinzu kamen gefährliche Verzögerungen bei Auf – und Abstieg durch regelrechte Bergsteiger-Staus.

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Es staut sich oft lebensgefährlich am Berg ..!

Diese Umstände sowie fehlende Rettungsmöglichkeiten führten damals zum Tod mehrerer Expeditionsmitglieder infolge von Sauerstoffmangel, Entkräftung, Erfrierungen und Abstürzen.

3D-Film_Everest_Gaby_dos_Santos_jourfixe-BlogAktuell erlebt nun das Bergdrama von 1996 ein Revival als Hollywood-Blockbuster mit einer ganzen Riege berühmter Darsteller, wie Jason Clarke, Josh Brolin, John Hawkes, Robin Wright, Michael Kelly, Sam Worthington, Keira Knightley, Emily Watson und Jake Gyllenhaal und eröffnete das diesjährige Filmfestival von Venedig. Abschrecken vom Versuch eines Gipfelsturms wird das 3D-Spektakel „Everest“ wohl eher nicht …
Ang Kaji Sherpa verlor beim Lawinenunglück 2014 ihren Vater

Ang Kaji Sherpa verlor beim Lawinenunglück 2014 ihren Vater

„Im Schnee sind wir geboren, im Schnee vergehen wir. Wir Sherpas gelten nichts„, resümiert bitter die Tochter eines tödlich verunglückten Sherpas in der TV-Dokumentation. Ihr Vater war 2014, während Tour-Vorbereitungen, mit 15 weiteren Sherpas unter einer Lawine zu Tode gekommen. Dies veranlasste seine Kollegen dazu, die Arbeit niederzulegen. Für die nepalesische Tourismusbranche der Supergau. Die gesamte Bergsaison 2014 lag brach und die Sherpas fanden sich tatsächlich im Fokus Öffentlichkeit wieder, denn ohne ihren Beistand herrschte nun am Everest absoluter Stillstand.

"Auf dem Gipfel ist Ruh" kommentierte die FAZ 2014 den Sherpa-Streik am Everest

„Auf dem Gipfel ist Ruh“ kommentierte die FAZ 2014 den Sherpa-Streik am Everest

Mit dem Unglück von 2014 war für die Sherpas aber auch das Mass voll. Sie forderten Hilfsfonds für die Hinterbliebenen tödlich verunglückter Sherpas und eine Aufstockung ihres bisherigen Honorars.  

Kurz nach der Lawine sagte die Regierung den Familien der getöteten Sherpa eine direkte Hilfszahlung von 40.000 Rupien zu – gerade einmal 294 Euro. Die Sherpa fordern, dass der Hilfsfonds jährlich mit 30 Prozent derjenigen Gebühren gespeist werde, die die ausländischen Bergsteiger zahlen müssen. Die Regierung hatte ihnen bis zum Mittwoch nur 5 Prozent zugesagt.“ heißt es weiter im FAZ-Artikel von Christoph Hein, April 2014.

Dawa Tashi Sherpa überlebte schwer verletzt das Lawinenunglück von 2014 am Everest

Dawa Tashi Sherpa überlebte schwer verletzt das Lawinenunglück von 2014 am Everest

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fruehaufsteher/sherpas-streiken-aufstand-am-mount-everest-12906076.html

Der lebensgefährliche Flughafen von Lukla, eingepfercht zwischen die Berge des Himalayas, mit sehr kurzer Piste und Steigung von 50 m!

Der Flughafen von Lukla, eingepfercht zwischen die Berge des Himalayas, mit sehr kurzer Piste und einer Steigung von 50 m!

Das tragische Intermezzo von 2014, das den Streik der Sherpas auslöste, ist längst wieder Vergangenheit. So beginnt Halász‘ Film mit einem halsbrecherischen Landeanflug auf den Flughafen von Lukla, dem Tenzing-Hillary Airport. Hier herrscht Betrieb wie im Taubenschlag, obwohl der Flughafen wegen seiner Lage als der gefährlichste der Welt gilt. Bei einer Landung auf diesem Rollfeld hat der Pilot nur einen einzigen Versuch. Am Steuer sitzt ein Sherpa. „Die Sherpas sind die Tiger der Berge“ sagt er, voller Stolz, Teil dieses Volkes zu sein. Unterstützt von seinem Vater, ein Bergführer, hat er mit der Tradition eines Berufslebens als Bergführer respektive Lastenträger gebrochen. Stattdessen ist er ein begeisterter Pilot geworden, der in komfortablen Verhältnissen in Katmandu lebt, zusammen mit seiner jungen Frau. Die allerdings verbindet die permanente Sorge um den Ehemann mit so vielen anderen Sherpa-Frauen.

Angst und Tränen der Sherpa-Frauen - ein Preis des Everest Tourismus

Angst und Tränen der Sherpa-Frauen – ein Preis des Everest Tourismus

Sie sind Frauen, Mütter, Schwestern in ständiger Angst. Wie berechtigt diese Angst ist und wie wenig sich die Natur auf Dauer den Plänen von uns Menschen unterwirft, zeigte sich dem TV-Team von „Sherpas“, als ganz unvermittelt ein Erdbeben die Region erschütterte. Am Ende des Films war das weise Lächeln im Gesicht des alten Sherpas verloschen, dem der Everest bei einer Touristenexpedition vor Jahren bereits alle Finger genommen hatte und jetzt auch noch sein Haus. Gezeichnet von Sorge war nun auch Jamling Tenzing Norgays Gesicht: Er hatte eine 10er- Grupppe kichernder Inderinnen zum Everest führen sollen, die ein TV-Spiel gewonnen hatte. Seine Schützlinge brachte er zwar unverletzt zurück, aber keiner war mehr zu lachen zumute, angesichts der Naturkatastrophe.

Außer sich vor Sorge blickt eine Mutter in Richtung Everest, der ebenso in den Wolken verborgen bleibt, wie das Schicksal ihres Sohnes, der zum Zeitpunkt der Lawine im Basislager Vorbereitungen zum Empfang neuer Touristen getroffen hatte …

Der Tod, ein ständiger Begleiter am Everest ... Wie lange noch?

Der Tod, ein ständiger Begleiter am Everest … Wie lange noch?

Nein, die Tatsache dass wir, dank unseres Wohlstands befähigt sind, überall auf der Welt Zahlemann & Söhne zu spielen, ist kein Freifahrtschein für verantwortungsloses Handeln!Everest_Schild_Sherpas_jourfixe-Blog_Gaby_dos_Santos

Nein, ein Schild, das ausdrücklich um anständigen Umgang mit den Sherpas bittet, sollte es nicht geben müssen! Wirklich nicht!


Sollte der Film wiederholt werden, kann ich nur empfehlen, ihn sich anzusehen!

„Sherpas – Das Beben am Dach der Welt“ von Gábor Halász,

http://korrespondenten.tagesschau.de/author/ghalasz/

Sherpas riskieren ihr Leben, doch ihre Geschichte erzählt kaum einer. Die Helden des Mount Everest sind westliche Bergsteiger, ihre Träger schnell vergessen. „Die Sherpas kommen aus dem Schnee, und sie sterben im Schnee“, sagt Doma. Ihr Vater starb vor einem Jahr am Mount Everest, als eine Lawine ihn zusammen mit 15 anderen Sherpas begrub. Als ARD-Korrespondent Gábor Halász Ende April 2015 unterwegs ist ins Basislager und zeigen will, wie die Sherpas ein Jahr nach der Katastrophe mit ihrer Angst fertig werden und mit der gefährlichen Natur leben, bebt die Erde mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala. Erdrutsche begraben Häuser und Menschen. Tausende sterben bei diesem erneuten Unglück. Im Basislager in knapp 5000 Metern Höhe geht eine Lawine nieder. Touristen sitzen in den Bergdörfern fest. Das Filmteam flieht aus den Bergen. Und kehrt zurück in ein Dorf und zu Bewohnern, die sich verzweifelt fragen, wie es jetzt weitergeht. Die Sherpas riskieren ihr Leben, um der reichen Kundschaft den Weg aufs Dach der Welt zu ebnen. Obwohl die Aufstiegs-Genehmigung durch Nepals Regierung rund 10.000 Dollar kostet, bekommen die Träger nur einen Bruchteil der Gebühren. Dennoch hilft ihnen der Gipfeltraum der Touristen, ihre Familien zu ernähren. So machen sie weiter, obwohl sie wissen, wie gefährlich und unberechenbar der Berg ist. Im April und Mai begleiten sie die Expeditionen auf den Achttausender. Wie riskant der Aufstieg ist, beschreibt Jamling Norgay, Sohn des ersten Sherpas am Everest: „Die Chancen zu überleben stehen 50:50.“

(Quelle: TV – PHOENIX/889: Woche vom 12.09. bis 18.09.2015)


Weiterführende Links:

Jamling Tenzing Norgayhttp://www.tenzing-norgay-trekking.de

Everest News – http://www.everestnews.com


Link zu einer Übersicht aller bisherigen jourfixe-Blogs:

http://www.jourfixe-muenchen-ev.de/jourfixe_Blog_Verzeichnis.html

 

 

 

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2 Gedanken zu “Sherpas – ein wunder Nabel im Wohlstandsbauch des Everest Tourismus

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