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„Ottfried Fischer & die Heimatlosen“ – Impressionen und Video-Trailer einer sehr speziellen Pressekonferenz

Der bajuwarische Großmeister des trockenen Humors & die Heimatlosen – Musiker Leo Gmech, Rich Laughlin, Cesar Granados, Norbert Bürger. Tobias Weber – haben vergangenen Freitag im PresseClub München die Anker gelichtet, um mit ihrem neuen Programm die Welt zu „operetten„.

Die fiedele Kreuzfahrt währt nicht lange, da erleiden sie Schiffbruch. Was folgt ist eine Art Roadmovie-Reise in Bühnenversion. „Eine szenische Lesung zu Musik“ wäre die konventionelle Umschreibung für dieses Feuerwerk an „Poesie aus wahrhaft Gedichtetem und gedichtetem Wahren, manchmal ernsthaft, manchmal lustig, mal melancholisch, meist jedoch eine Labsal der Nachdenklichkeit mit dem Balsam für wundgescheuerte Seelen aus dem poetischen Fundus Ottfried Fischers eigener Feder, Gedichte eines grenzenlosen Lebens allesamt.“ (Zitat Pressetext).

Die Musik zum Programm hält, was die außergewöhnliche Besetzung, u. a. mit Leo Gmelch an der Tuba und dem panamesischen Perkussionisten Cesar Granados verspricht: Sie lässt sich keinem Genre zuordnen , nicht umsonst ist auch Norbert Bürger von der Partie, Garant für ausgefallene Musikprojekte. Im Pressetext heißt es hierzu: „Namhafte Komponisten wie Hummel, Baumann, Knabel, Thalhbauer oder Laughlin  haben schon unendlich viele Melodien komponiert, um bei der der Begleiterin gereimter Texte, der Sphärenmelodie, mithalten zu können.“ 

Die Musik-Einlagen untermalen teils Fischers Rezitationen und stehen teils für sich, wodurch Raum geschaffen wird, die Texte nachwirken zu lassen. Diese waren für mich – und wohl auch für alle anderen im PresseClub – eine Überraschung! Sinngemäß äußerte einer der Teilnehmer: „Sie klangen sehr goethig, Herr Fischer, bis dann die Stelle mit dem Arsch kam. Da klang es dann nicht mehr so goethig …“, eine Feststellung, die durchaus wertfrei gemeint und zutreffend war, denn Ottfried Fischers Texte reimen sich und klingen auf Grund der Themen, die sie anschneiden, „goethig zeitlos“ und zugleich zeitgemäß. Nicht bedeutungsschwangere Worthülsen, die oft als große Lyrik gehandelt werden, sondern „dichte Gedichte“ präsentiert uns Fischer, deren Sinn sich erschließt und einen wirklich berührt.

Die Zusammenstellung aus geschmeidigen Satzwendungen, Wortkapriolen und opulenten Musik-Kaskaden  operettet tatsächlich, wie angekündigt, die Welt.

Die Grundlage dazu bildet die Wandogo-Filosofie. Die Zusammenhänge beschreibt der Pressetext wie folgt:

Wenn die Festplatte den Zugriff verweigert oder die Meta-Ebene in Frage gestellt wird oder wenn wir eine furchtbare Angst verspüren vorm Daheimbleiben, was ist das? – Das ist Wandogo! Wissen muss man das, wenn die menschliche Neugier (eine Wandogoabart), sich dieses Phänomens annimmt, weil wir es dann mit Wandogo-Philosophie zu tun haben.

Alles klar? Nein? Deshalb lautet der Titel ja auch:

die Wandogofilosofie – endlich Klarheit!

Das neue Programm aus Gedichten, Melodien und Klartext

Die Gebrauchsanweisung für seine Show formulierte Fischer wie folgt: „Kopf schad‘ nicht, Kopf ausschalten schadet aber auch nicht …“ Und da es sich hier um eine Floßfahrt nach Schiffbruch handelt, habe ich mich einfach in die Darbietungen hinein treiben lassen – und erreichte fasziniert das rettende Ufer 😉

Hier einige Kostproben aus der Pressekonferenz:

https://www.youtube.com/watch?v=LjuybYVpL2Y

Termine: 12., 13., 14. Mai   sowie   2., 4., 5. Juni

Einlass: 18.30 Uhr – Beginn: 20.00 Uhr

Wirtshaus und Bühne im Schlachthof

Karten:

http://www.im-schlachthof.de/spielplan-bestellung.html

Meinen heutigen Blog möchte ich mit der Schluss-Passage aus dem Pressetext beenden:

Ein Programm zum Weinen und Lachen über die Schönheit des Lebens, die sich in der Lebensfreude eines Ottis-Dance äußert und seine  Bestimmung, die sichzwischen der heilen Welt und dem Untergang abspielt. Nur die Kunst,  hundert Jahre nach dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, zeigt die letzten Tage der Menschheit.

Ansonsten gelten immer diese alte, niemandem Bestimmten zugeschriebenen Verse:

Ich sterbe und weiß nicht wann,

Ich lebe und weiß nicht wie lang,

Ich fahr und weiß nicht wohin,

Mich wundert dass ich so fröhlich bin.


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